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Auch IMUC will mehr deutsche Musik im Radio

Der Interessenverband Musikmanager & Consultants (IMUC) schließt sich der am 30. März publik gemachten Forderung zahlreicher Künstlermanager nach einer intensiven Unterstützung durch nachhaltiges Airplay gerade mittlerer und kleiner Künstler aus Deutschland ausdrücklich an.

31.03.2020 16:49 • von Dietmar Schwenger
Macht sich für die Kreativen stark: der IMUC-Vorsitzende Wolfgang Weyand (Bild: IMUC)

Der Interessenverband Musikmanager & Consultants (IMUC) schließt sich der am 30. März publik gemachten Forderung zahlreicher Künstlermanager nach einer intensiven Unterstützung durch nachhaltiges Airplay gerade mittlerer und kleiner Künstler aus Deutschland ausdrücklich an. Auch die Forderung nach einer Radioquote für Musik aus Deutschland sei zu begrüßen, heißt es aus Frankfurt.

"Wir wissen es alle, die wirtschaftliche Situation der Kreativschaffenden ist durch die Corona-Krise katastrophal. Jetzt gilt es, dass zumindest die Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft für einander da sind", sagt der IMUC-Vorsitzende Wolfgang Weyand. "Wir wünschen uns deshalb die dringende Unterstützung der Kreativen durch die Rundfunkwirtschaft."

Die Aktion "Wir bleiben zu Hause, spielt ihr unsere Songs" könne kommunikativ bestens umgesetzt werden, koste die Sender nicht mehr Geld als die normale tägliche Musiknutzung und sei ein wichtiges Zeichen für die Berufsgruppen, mit denen Radio in erster Linie sein Geld verdiene, also Künstler, Komponisten, Textdichter und Produzenten, so Weyand weiter.

Der IMUC-Vorsitzende ist sich sicher, dass die bereits von einigen Radiokollegen und Sendern durchgeführten Aktionen in diesen schwierigen Zeiten Hoffnung machten, dass die verantwortlichen Redakteure auch bei diesem Thema hier ein Zeichen der Solidarität setzen und ihre Playlists zumindest für einige Wochen entsprechend ändern.

Die Gruppe der Künstlermanager, zu denen Branchenrepräsentanten sowie auch viele IMUC-Mitglieder gehören, haben in einer gemeinsamen Erklärung mehr Sendezeit und einen Musikanteil von 50 Prozent mit Titeln von in Deutschland lebenden Künstlern gefordert. Zudem rufen sie nach Verantwortung und Solidarität für die Künstler im Land.