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"S.O.S"-Spendenaktion generierte schon fast 100.000 Euro

Für die Kampagne "S.O.S. - Save Our Sounds" von Clubkombinat und Clubstiftung Hamburg sind binnen einer Woche schon fast 100.000 Euro von privaten Spendern zusammengekommen. Schon Anfang April sollen die ersten Überweisungen an Corona-geschädigte Hamburger Clubbetreiber rausgehen.

27.03.2020 16:45 • von Frank Medwedeff
Freut sich über die gute Resonanz der Kampagne bisher und betont die Notwendigkeit vieler weiterer Spenden: Thore Debor (Bild: Clubkombinat Hamburg)

"Um Hamburgs Clublandschaft zu retten", haben das Clubkombinat und die Clubstiftung die Spendenkampagne "S.O.S. - Save Our Sounds" gestartet. Nun stehe die erste Auszahlungswelle kurz bevor. Alle Spenden, die bis zum 31. März 2020 um 23:59 Uhr eingehen, fließen demnach in die erste Ausschüttungswelle ein.

"Der Countdown läuft also", sagt Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinats und Leiter der Task Force Corona, die sich für die Rettung der Clubszene in der Hansestadt einsetzt. "Am 1. April fällt der Vorstand der Clubstiftung Beschlüsse zur Ausschüttung, und noch am selben Tag werden die ersten Überweisungen getätigt. Anschließend wird für die zweite Auszahlungswelle gesammelt, die zum 1. Mai erfolgt", erläutert Debor. Clubs, die finanzielle Soforthilfe benötigen, können für die erste Spendenwelle noch bis zum 31. März einen Antrag einreichen - via www.clubstiftung.de unter der Rubrik "für Clubs".

Fast 100.000 Euro an privaten Spendengeldern seien seit dem Start der S.O.S.-Kampagne schon zusammengekommen. "Wir sind unglaublich dankbar, dass in kurzer Zeit so viele Spenden eingegangen sind. Um die breite Masse an bedrohten Clubs und Veranstalter*innen vor der Insolvenz zu bewahren, brauchen wir aber noch viel mehr Support", betont Debor. "Der Bedarf geht schätzungsweise in die Millionen, zumal niemand absehen kann, wie lange die Clublandschaft beeinträchtigt bleibt. Zwar hat auch die Stadt einen Schutzschirm für die Kulturlandschaft angekündigt, doch noch wissen wir nicht, wie genau und wann der greift. Außerdem werden nicht alle unter diesen Schutzschirm fallen."

Über das Spendenkonto der Clubstiftung hinaus sind Spenden auch über die Crowdfunding-Seite betterplace.org möglich.

Das Clubkombinat Hamburg hat eine 30-köpfige Task Force formiert und arbeite "über die Spendenkampagne hinaus mit Hochdruck" an zahlreichen anderen Projekten und Aktionen". So werde in wenigen Tagen "United We Stream Hamburg" online gehen mit stetigen Übertragungen aus Hamburger Clubs - gemäß der "United We Stream"-Aktion in Berlin.

Als weitere Form der Unterstützung richtet das Clubkombinat einen Online-Shop ein, dessen Merchandise-Produktpalette demnächst ausgeweitet werden soll. Außerdem bündele die Clubkombinat-Terminzentrale virtuelle Events in der Clubplan App.

Unterstützungsangebote und Informationen in Zeiten der Corona-Pandemie finden Hamburger Musikveranstalterinnen und -veranstalter online unter clubkombinat.de/corona-support.