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Spotify will Musikszene millionenschwer unterstützen und Spenden verdoppeln

Die Spotify-Betreiber gehen die Coronavirus-Krise mit einem eigenen Nothilfeprogramm an. Dabei geht es unter anderem um Spenden an Organisationen der Musikwirtschaft mit einem Volumen von bis zu zehn Millionen Dollar. Auch mit deutschen Institutionen sei man in Gesprächen.

25.03.2020 17:25 • von
Soll möglichst noch vor Ende der laufenden Woche auch auf deutsche Partner verweisen: die Corona-Spendenplattform von Spotify (Bild: artists.spotify.com, Screenshot)

Die Spotify-Betreiber gehen die Coronavirus-Krise mit einem eigenen Nothilfeprogramm an: "Das Spotify Covid-19-Music-Relief-Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Bemühungen von Organisationen zu verstärken, die sich darum kümmern, den von der Krise Betroffenen zu helfen", lassen die Betreiber des Streamingdienstes auf einer eigens eingerichteten Landing Page wissen. Spotify kündigt hier an, Spenden von Dritten an ausgewählte Organisationen der Musikwirtschaft verdoppeln zu wollen, bis zu einer Gesamtsumme von zehn Millionen Dollar.

Als Partner mit an Bord sind zunächst mit MusiCares die US-amerikanische Stiftung der Grammy-Veranstalter sowie mit der PRS Foundation und der Initiative Help Musicians zwei britische Gesellschaften.

Auch mit deutschen Institutionen führe man indes entsprechende Gespräche, bestätigt ein Spotify-Sprecher auf Nachfrage von MusikWoche. Bereits bis zum Ende der laufenden Woche, so hoffe man, könnten mögliche Partner feststehen.

Darüber hinaus kündigen die Spotify-Macher in einem Beitrag auf ihren Blogseiten an, die Künstlerseiten im Streamingdienst schon bald um einen optionalen Spendenknopf erweitern zu wollen. Den wiederum sollen Künstler oder ihre Partner dann bei Interesse über das Programm Spotify For Artists selbst aktivieren können.

In beiden Fällen will Spotify ganz offenbar nicht als Mittelsmann fungieren, Gelder sollen direkt fließen.

Text: Knut Schlinger