Events

Musikdienste stiften fürs US-Musikbiz

Die Grammy-Macher hatten zuletzt eigentlich genug zu tun. Da waren personelle Querelen, aber auch die Verleihung der US-Musikpreise. Dennoch setzte man ein Charity-Projekt für Betroffene der Corona-Krise auf, und warb dafür Gelder bei Plattformen wie Amazon Music, Spotify oder YouTube Music ein.

25.03.2020 16:37 • von
Sammelte binnen einer Woche mehr als zwei Millionen Dollar an Spendengeldern ein: der Covid-19-Wohltätigkeitsfonds der Stiftung MusiCares der Grammy-Organisatoren (Bild: https://www.grammy.com/musicares, Screenshot)

Die Grammy-Macher hatten in den vergangenen Wochen eigentlich genug zu tun. Da waren die personellen Querelen um die inzwischen nach nicht einmal einem halben Jahr an der Spitze der Recording Academy zunächst freigestellte und inzwischen komplett ausgebootete Deborah Dugan, aber auch die Verleihung der US-Musikpreise.

Dennoch hat es die Organisation verstanden, beinahe nebenbei über ihre Stiftung MusiCares - quasi das große Vorbild der Aktivitäten, die hierzulande einst unter dem Namen Musik hilft im Echo-Umfeld liefen - ein Wohltätigkeits-Vehikel für von der Corona-Krise betroffene Kreative aufzusetzen, und dafür Spendengelder für den sogenannten MusiCares' Covid-19 Relief Fund einzuwerben.

Nach Informationen des US-Branchendienstes "Hits" engagierten sich dabei auch bei Plattformen wie Amazon Music, SiriusXM und Pandora, Spotify, Facebook, Tidal oder YouTube Music. Zudem berichtet das Blatt, dass seit dem Start der Spendenkampagne in der vergangenen Woche bereits "mehrere Millionen" mehr als die zunächst angepeilten zwei Millionen Dollar an Geldern eingesammelt werden konnten.

Text: Knut Schlinger