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Bandcamp-Aktionstag sorgt für sprunghaft wachsende Musikverkäufe

Bandcamp startete jüngst einen Aktionstag als Soforthilfemaßnahme für Künstler und Bands, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie leiden. Dabei wuchs die Zahl der Transaktionen über die Plattform auf das Fünfzehnfache der üblichen Absatzahlen.

24.03.2020 16:58 • von
Umsatzträchtige Kampagne: die Bandcamp-Macher hatten angekündigt, zur Unterstützung von Nutzern der Plattform für einen Tag auf die sonst üblichen Umsatzbeteiligungen verzichten zu wollen (Bild: https:/daily.bandcamp.com, Screenshot)

Bandcamp startete jüngst einen eigenen Aktionstag als Soforthilfemaßnahme für Künstler und Bands, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie leiden. So kündigten die Betreiber der Direktvertriebsplattform an, einen Tag lang auf alle sonst anfallenden Gebühren zu verzichten und die über den Dienst erzielten Erlöse komplett an die jeweiligen Künstler weiterzuleiten. Das sorgte für reichlich Nachhall unter anderem in den sozialen Medien, und schob auch die Transaktionen über die Plattform massiv an. Das zumindest zeigen Zahlen, die die Bandcamp-Macher inzwischen veröffentlicht haben.

"An einem typischen Freitag kaufen Fans sonst rund 47.000 Artikel auf Bandcamp, doch am letzten Freitag waren es fast 800.000 Artikel an Musik oder Merch im Wert von zusammengerechnet 4,3 Millionen Dollar", berichtete das Unternehmen. Damit sei das Fünfzehnfache der üblichen Absatzzahlen erreicht worden. Zu Spitzenzeiten sei alle elf Sekunden ein Verkauf über die Plattform getätigt worden.

Die Bandcamp-Betreiber finanzieren ihr Geschäft ansonsten über Umsatzbeteiligungen. So werden beim Verkauf zum Beispiel eines Albumdownloads über die Plattform 15 Prozent an Gebühren erhoben, beim Verkauf von physischen Produkten wie LPs oder T-Shirts sind es zehn Prozent, Hinzu kommen die Transaktionskosten für Payment-Dienstleister.