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DEAG verzeichnet für 2019 trotz Umsatz- und Gewinnrückgang eine Margenverbesserung beim EBITDA

Im Jahr 2019 belief sich der Konzernumsatz der DEAG auf rund 199 Millionen Euro vor Konsolidierung und auf 185,2 Millionen Euro nach Konsolidierung. Damit liegen die Zahlen unter denen des Vorjahres, was auch für den Gewinn gilt. Nach den vorläufigen Zahlen erreichte die DEAG im Jahresschlussquartal eine zweistellige EBITDA-Marge. Im Gesamtjahr stieg die EBITDA-Marge auf rund 7,6 Prozent nach 7,3 Prozent im Vorjahr. Derweil meldet der Konzern den Eingang von Versicherungssummen für ausgefallene Konzerte.

24.03.2020 16:36 • von Dietmar Schwenger
Hat bereits die ersten Versicherungsgelder erhalten: Peter Schwenkow, CEO DEAG (Bild: DEAG)

Im Jahr 2019 belief sich der Konzernumsatz der Deutschen Entertainment AG (DEAG) auf rund 199 Millionen Euro vor Konsolidierung und auf 185,2 Millionen Euro nach Konsolidierung. Damit liegen die Zahlen unter denen des Vorjahres. Denn 2018 hatte der von Peter Schwenkow geleitete Konzern noch einen Umsatz vor Konsolidierung von 213 Millionen und 200,2 Millionen Euro nach Konsolidierung erzielt.

2019 habe man die entfallenen Umsätze aus der Entkonsolidierung der einstigen britischen Tochterfirma Raymond Gubbay Ltd. sowie der erheblich reduzierten Anzahl von Ed-Sheeran-Konzerten "nahezu vollständig kompensiert", betont das Unternehmen. Die insgesamt fünf zwischen Juni und Dezember 2019 getätigten Zukäufe seien "jeweils nur zeitanteilig im Umsatz 2019 enthalten". Zwei weitere, ursprünglich für das vierte Quartal 2019 geplante Akquisitionen hat die DEAG wegen der damals ungeklärten Brexit-Thematik in das laufende Jahr 2020 verschoben.

Die Gewinne vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Gesamtjahr 2019 beziffert die DEAG mit 14,1 Millionen Euro, darin seien ergebnismindernde Aufwändungen in Höhe von etwa 500.000 Euro enthalten, die bei Vorbereitung und Abwicklung von Akquisitionen anfielen, betont das Unternehmen. Im Jahr 2018 betrug das EBITDA noch 14,6 Millionen Euro, wozu einaußerordentlicher Ertrag von 5,3 Millionen gehört, der sich aus der Entkonsolidierung der Konzerngesellschaft Raymond Gubbay Ltd. ergeben habe.

Dennoch spricht die DEAG von einem "erfolgreichen Geschäftsjahr" und begründet dies auch damit, dass man im vierten Quartal 2019 eine zweistellige EBITDA-Marge realisiert habe. Im Gesamtjahr 2019 sei die EBITDA-Marge zudem auf rund 7,6 Prozent gestiegen - 2018 belief sich diese Marge auf 7,3 Prozent.

Darüber hinaus meldet die DEAG, dass "im plangemäß starken vierten Quartal 2019" der Konzernumsatz um 31 Prozent auf 62,1 Millionen Euro geklettert sei, nachdem diese Summe im Vorjahreszeitraum nur 47,4 Millionen Euro ausgemacht hatte. Damit lag der Anteil des Q4-Umsatzes am Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2019 bei 34 Prozent; 2018 waren es lediglich 24 Prozent. In dem Quartal wies die DEAG ein EBITDA von 6,2 Millionen Euro aus - nach 4,2 Millionen Euro im vierten Quartal 2018. Die EBITDA-Marge im vierten Quartal 2019 beläuft sich auf rund zehn Prozent, was "hauptsächlich von einem guten Ticketing-Geschäft getrieben" sei.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 hatte die Gesellschaft ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und EBITDA geplant, doch wegen der Corona-Krise sei ein detaillierter und stichtagsbezogener Ausblick für das laufende Jahr aktuell nicht möglich, teilt die DEAG mit. "Allerdings besteht für Absagen von 'hoher Hand' der derzeitigen und auch im Vorverkauf befindlichen Veranstaltungen ein vollumfänglicher Versicherungsschutz (einschließlich Covid-19) bei einem der größten Versicherungskonzerne weltweit."

"Die ersten Schadensereignisse wurden bereits geprüft und bezahlt", informiert das Unternehmen. "Aus Schadenminimierungsgründen und um das Faninteresse zu berücksichtigen, befindet sich die DEAG im intensiven Dialog mit Künstlern und Partnern über die zeitliche Verlegung von Veranstaltungen", heißt es aus Berlin. Aktuell konnte der Konzern laut eigenen Angaben bereits über 600 Veranstaltungen "nahezu vollständig" in die kommenden Quartale verlegen. "Entsprechend ist eine veränderte zeitliche Struktur von Umsätzen und Ergebnissen im laufenden Geschäftsjahr möglich."

Trotz der aktuellen Situation will die DEAG nach diesen vorläufigen Zahlen ihren Jahresfinanzbericht für das Jahr 2019 bis spätestens zum 6. April 2020 veröffentlichen.