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Manu Dibango an Covid-19 gestorben

Mit Manu Dibango beklagt auch die Musikwelt jetzt ein erstes prominentes Todesopfer der Corona-Pandemie: Der Saxofonist und Afro-Jazz-Star ist am 24. März im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben.

24.03.2020 13:22 • von Frank Medwedeff

Mit Afro-Jazz-Star Manu Dibango beklagt auch die Musikwelt jetzt ein erstes prominentes Todesopfer der Corona-Pandemie: Der Komponist und Saxofonist, der auch Vibrafon und Klavier spielte, ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben.

Der gebürtige Kameruner und Wahlfranzose wurde in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts mit dem Stück "Soul Makossa" weltbekannt. Dibango gilt als maßgeblicher Pionier des Afro-Jazz und tourte rund um den Globus. Er war in seinen frühen Karrierejahren unter anderem Mitglied im Orchester Le Grand Kallé Et l'African Jazz im damaligen Belgisch-Kongo und arbeitete im Laufe seiner Karriere unter anderem mit Musikgrößen wie Herbie Hancock, Fela Kuti, Bill Laswell, Ladysmith Black Mambazo, Sly & Robbie, Don Cherry, King Sunny Adé, Youssou N'Dour oder Peter Gabriel zusammen.

Michael Jackson und Rihanna warf er vor, ohne Genehmigung für eigene Aufnahmen Elemente aus seinem Hit "Soul Makossa" verwendet zu haben. Jackson einigte sich mit Dibango auf einen Vergleich. Für die gerechte Verteilung von Tantiemen an Musiker seines Heimatlandes setzte er sich als zeitweiliger Chairman der Cameroon Music Corporation ein.

Das Africa Festival Würzburg ehrte Manu Dibango 2006 mit dem Africa Festival Award für sein Lebenswerk.