Unternehmen

Bund steckt 50 Milliarden Euro in Soforthilfen für KMUs und Selbstständige

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier brachten am 23. März im Zuge der Corona-Krise ein Soforthilfepaket auf den Weg, das sich speziell an kleinere und mittelständische Unternehmen, aber auch an Selbstständige richtet. Die Maßnahmen sollen ein Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro haben.

23.03.2020 14:00 • von
Schnürt zusammen mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier ein Hilfspaket über 50 Milliarden Euro: Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (Bild: Bundesministerium der Finanzen)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier brachten am 23. März im Zuge der Corona-Krise ein Soforthilfepaket auf den Weg, das sich speziell an kleinere und mittelständische Unternehmen, aber auch an Selbstständige richtet. Die Maßnahmen sollen ein Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro haben.

"Wir gehen in die Vollen, um auch den Kleinstunternehmen und Solo-Selbständigen unter die Arme zu greifen", sagte Olaf Scholz, und versprach "jetzt schnell und unbürokratisch Soforthilfe" aus Bundesmitteln. Scholz machte dabei klar, dass es hier nicht um bereits häufig kritische hinterfragte Förderkredite gehe: "Ganz wichtig ist mir: Wir geben einen Zuschuss, es geht nicht um einen Kredit. Es muss also nichts zurückgezahlt werden. Damit erreichen wir die, die unsere Unterstützung jetzt dringend brauchen."

Auch Peter Altmaier versprach, "niemanden allein" lassen zu wollen: "Es darf und wird hier keine Solidaritäts-Lücke geben. Deshalb schnüren wir ein zusätzliches umfassendes Paket im Umfang von bis zu 50 Milliarden Euro für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen auch mit direkten Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen." Daneben helfe man der Wirtschaft mit einem "Wirtschaftsstabilisierungsfonds".

Kernpunkte der Soforthilfen sind demnach finanzielle Zuschüsse für kleine Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereiche sowie Selbständige mit bis zu zehn Beschäftigten. Hier sind unter anderem vorgesehen Einmalzahlungen von bis zu 9000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten, beziehungsweise bis zu 15.000 Euro für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten. Weitere Eckpunkte der sogenannten Corona-Soforthilfe hält das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seinen Onlineseiten bereit (pdf).

Ziel der Maßnahmen seien Zuschüsse zur "Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen", unter anderem in Hinblick auf laufende Kosten wie Mieten oder Kredite für Betriebsräume. Voraussetzung seien indes, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge der Corona-Krise eingetreten seien.

Text: Knut Schlinger