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Britische Musiker taxieren Corona-Verluste auf bereits 14 Millionen Pfund

Die Coronoavirus-Pandemie sorgt für abgesagte Konzerte und Festivals - mit entsprechenden Auswirkungen auf Musiker und ihre Partner. Die britische Musicians' Union versucht nun, die Verdienstausfälle hochzurechnen, und kommt schon jetzt auf 14 Millionen Pfund an entgangenen Einnahmen.

23.03.2020 14:46 • von
Beziffert die Verdienstausfälle britischer Musiker auf 14 Millionen Pfund: Horace Trubridge, Geschäftsführer der Musicians' Union (Bild: musiciansunion.org.uk, Screenshot)

Die Coronoavirus-Pandemie sorgt weltweit für abgesagte Konzerte und Festivals - mit entsprechenden Auswirkungen auf Musiker und ihre Partner. Die britische Musicians' Union versucht nun, anhand einer Blitzumfrage unter ihren Mitgliedern die Verdienstausfälle hochzurechnen, und kommt schon jetzt auf 14 Millionen Pfund an entgangenen Einnahmen für die ausübenden Künstler. Das sagte der Geschäftsführer der britischen Musikergewerkschaft, Horace Trubridge, am 23. März 2020 in einer über die Onlineseiten der Organisation sowie soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter verbreiteten Botschaft.

90 Prozent der Umfrageteilnehmer seien von den Auswirkungen der Covid-19-Krise betroffen, im Vergleich zum Vorjahr seien die verfügbaren Engagements für Musiker um 69 Prozent eingebrochen.

Horace Trubridge appellierte an den Gesetzgeber, mehr zur Unterstützung freischaffender Kreativer zu tun, und kündigte zugleich an, dass die Musicians' Union noch in der gerade begonnenen Woche einen Nothilfefonds mit einem Volumen von zunächst einer Million Pfund aufstellen werde.

Hierzulande haben unter anderem bereits GEMA und GVL Hilfsmaßnahmen für Kreativschaffende angeschoben, während Veranstalter und Spielstättenbetreiber in einer Umfrage ein düsteres Szenario der Corona-Krise zeichnen und der Deutsche Musikverleger-Verband bereits vor dem Kollaps von Publishern und Urhebern warnt.

Text: Knut Schlinger