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UK-Charts: Niall Horan holt die Pole

Niall Horan bringt sein zweites Soloalbum, "Heartbreak Weather", direkt an die Spitze der britischen Longplaycharts - knapp vor Lewis Capaldi und dem Countryduo The Shires. Und auch bei den Singles siegt Saint Jhn mit hauchdünnem Vorsprung gegenüber The Weeknd.

23.03.2020 15:54 • von Frank Medwedeff
Erstmals Nummer eins als Solist in den UK-Albumcharts: Niall Horan (Bild: Universal Music)

Niall Horan, der mit der Boygroup One Direction Weltruhm erwarb, bringt sein zweites Soloalbum, "Heartbreak Weather", direkt an die Spitze der britischen Longplaycharts. Mit seinem Solodebüt, "Flicker", hatte der aus Irland stammende Sänger 2017 Rang drei in der UK-Albumhitliste erreicht.

Horan hat nach Angaben der Official Charts Company (OCC) einen "unglaublich engen Wettstreit" um die Pole Position für sich entschieden vor Lewis Capaldi und dessen beständigem Albumhit "Divinely Uninspired To A Hellish Extent". Glänzend hat sich auch das Countryduo The Shires geschlagen, dessen Album "Good Years" laut der OCC mit lediglich 2300 Einheiten Rückstand auf Niall Horan auf Rang drei einläuft. The Shires, bestehend aus Ben Earle and Crissie Rhodes, verbuchen damit ihr drittes Album auf Rang drei in Folge und ihr viertes Top-10-Album insgesamt im Vereinigten Königreich.

Die Liverpooler Indierockband Circa Waves reiht sich mit "Sad Happy" auf Platz vier - und damit so hoch wie noch nie - in die UK-Longplaycharts ein.

US-Rapper Lil Uzi Vert sinkt mit "Eternal Atake" von drei auf fünf. Je um eine Position hinunter geht es für Billie Eilishs "When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" (von fünf auf sechs) sowie für Harry Styles, Bandkumpan von Niall Horan bei One Direction, und dessen "Fine Line" (von sechs auf sieben).

Neu gelistet und gleich auf Rang acht notiert ist "Stranger In Paradise - The Lost New York Sessions" von Matt Monro, dem bereits 1985 verstorbenen Crooner, unter anderem bekannt als Interpret des Titelsongs des James-Bond-Films "From Russia With Love" von 1963.

Auf Platz neun findet sich der Spitzenreiter der letzten Woche, "Manchester Calling" von Paul Heaton & Jacqi Abbott. Die Top 10 schließt Stormzys "Heavy Is The Head" ab (Vorwoche: sieben).

In den UK-Singlescharts konstatierten die Chartsermittler der OCC ebenfalls ein hochspannendes Rennen um die Tabellenführung: Saint Jhn klettert mit dem Dance-Remix seiner ursprünglich schon 2016 veröffentlichten Nummer "Roses" von Rang zwei aus auf die oberste Podeststufe und löst den bisherigen Champion The Weeknd und dessen "Blinding Lights" mit nur 210 Chartseinheiten Vorsprung ab.

Wie in der Vorwoche belegen "Rain" von Aitch, AJ Tracey und Tay Keith sowie Roddy Ricchs "The Box" die Plätze drei und vier. Der Londoner DJ und Produzent Joel Corry verbessert sich mit "Lonely" von sieben auf fünf und erreicht somit eine neue persönliche Rekordnotierung. Er verdrängt "Don't Start Now" von Dua Lipa auf Rang sechs, die sich hingegen zeitgleich mit dem Stück "Physical" von acht auf sieben verbessert.

Die Top 10 ergänzen drei Singles mit ebenfalls aufsteigender Tendenz: "Say So" von Doja Cat (von neun auf acht), "Godzilla", Eminems Kollaboration mit dem kürzlich verstorbenen Juice Wrld (von 13 auf neun), sowie die "Intentions" von Justin Bieber feat. Quavo (von elf auf zehn).

Höchster Neueinsteiger der Woche ist hier erst auf Rang 37 "Papi Chulo", eine Zusammenarbeit der beiden Rapper Octavian und Skepta.