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Impala baut Task Force auf

Während der Gesetzgeber hierzulande einer Vielzahl an Hilferufen verschiedenster Branchenverbände und Lobbyisten gegenübersteht, wählen die unabhängigen Musikunternehmen auf europäischer Ebene einen koordinierten Ansatz. Dazu richtet der Impala-Dachverband nun zunächst eine Task Force ein.

20.03.2020 10:28 • von
Soll helfen, die Nöte, aber aceuch Möglichkeiten der Indies europaweot zu kanalisieren: die Impala Covid-19 Task For (Bild: Impala)

Während der Gesetzgeber hierzulande einer Vielzahl an Hilferufen verschiedenster Branchenverbände und Lobbyisten gegenübersteht, wählen die unabhängigen Musikunternehmen auf europäischer Ebene einen koordinierten Ansatz. Dazu richtet der Impala-Dachverband nun zunächst eine Arbeitsgruppe ein.

"In Krisenzeiten sind kleinere Akteure am stärksten gefährdet", betont Francesca Trainini, die im September 2019 zur Vorstandsvorsitzenden des Impala-Verbands gewählt wurde, nun auch den Vorsitz der Arbeitsgruppe übernommen hat und zudem als Vice President des italienischen Verlegerverbands PMI in dem vom Coronavirus nach aktuellem Stand wohl am schwersten betroffenen Land Europas tätig ist.

Ziel der sogenannten Impala Covid-19 Task Force sei es, die Auswirkungen der aktuellen Coronavirus-Pandemie auf den Independent-Sektor in ganz Europa gezielt und gebündelt zu adressieren. In der kommenden Woche wolle man einen ersten Katalog möglicher Maßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene vorstellen, die helfen sollen, die Musikwirtschaft vor mittel- und langfristigen Schäden zu bewahren.

Zugleich will die Arbeitsgruppe in wöchentlichen Konferenzen die Entwicklungen beobachten, die Maßnahmen der internationalen Gesetzgeber unter die Lupe nehmen und den Mitgliedern der Indieverbände Leitfäden und Best-Practice-Modelle zurVerfügung stellen.

"Wir stehen uneingeschränkt hinter den Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit", sagt Impala-Geschäftsführerin Helen Smith. Die Regierungen würden jedoch unterschiedlich schnell auf die jeweiligen Entwicklungen reagieren und zu viele Entscheidungen den Unternehmen überlassen. "Das führt zu unnötiger Verwirrung und Not", streicht Smith heraus.

Text: Knut Schlinger