chartwoche.de

Charts KW 12: Böhse Onkelz und Loredana siegen

Das Album "Böhse Onkelz" der gleichnamigen Band bleibt in den MusikWoche Top 100 Longplay die Nummer eins vor den Neueinsteigern Vega und Patricia Kelly. Bei den Singles sichert sich die Schweizer Rapperin Loredana mit "Angst", einer Kollaboration mit Rymez, schon ihren dritten Nummer 1 Award.

13.03.2020 16:19 • von Frank Medwedeff
Hält Ihren neuen Nummer 1 Award für "Angst" in der Hand: Loredana (Bild: TwoSides)

Das Album "Böhse Onkelz" der gleichnamigen Band bleibt in den MusikWoche Top 100 Longplay die Nummer eins. Dahinter finden sich Neueinsteiger auf den weiteren Medaillenplätzen ein. Der Rapper Vega, der laut GfK Entertainment mit seinem Album Locke" zu Anfang der aktuellen Erhebungswoche sogar ganz vorn gelegen hatte, kommt schließlich auf Rang zwei an. Und Patricia Kelly von der Kelly Family platziert ihr Soloalbum, One More Year", auf Anhieb auf Position drei.

BTS rutschen mit Map Of The Soul: 7" von Podestplatz drei auf den undankbaren vierten Rang ab. Neu gelistet an fünfter Stelle ist Carnivore", das neue Studioalbum von Body Count, der HipHop-Metal-Crossoverband um Rapper Ice-T.

Moses Pelham reiht sich mit Emuna" als Neueinsteiger auf Rang sechs ein, während Ozzy Osbournes Ordinary Man" von vier auf sieben zurückfällt. Hemso rappt sich mit Knast oder Palast" von null auf acht. Five Finger Death Punch schlittern mit F8" talwärts von zwei auf neun. An zehnter Position taucht Check Shirt Wizard - Live in '77" auf, ein aus Aufnahmen mehrerer Konzerte Rory Gallaghers aus jenem Jahr zusammengestelltes Album.

Immerhin sofort in die Top 20 gelangen nach der ersten Verkaufswoche die Alben The Ghost Of Orion" von My Dying Bride (Platz zwölf) sowie Lativ" von Rapper Massiv (15).

Die Burning Witches führt ihr Dance With The Devil" auf Rang 22, und an 24. Stelle debütiert Klassenkampf & Kitsch" von Disarstar. Aus dem Rock-Olymp zurück auf Rang 25 im aktuellen Chartsgeschehen melden sich Cream mit Goodbye Tour - Live 1968". Und ebenfalls ad hoc unter die ersten 30 bringen es US-Rapper Lil Uzi Vert mit Eternal Atake" (Rang 26), der Sänger, Songschreiber und Produzent Lauv aus Los Angeles mit How I'm Feeling" (27), Anna Depenbuschs auf ihrem neuen eigenen Label Liedland veröffentlichtes Werk Echtzeit" (28) sowie Das Lumpenpack mit Halbzeit (ein Livealbum war überfällig)" (30).

Universal Music holt sich mit einem Wochenanteil von 38,8 Prozent das Zepter in der Vertriebsfirmenrangliste zu den Top 100 Longplay zurück. Sony Music bringt es auf 25,5 Prozent und Platz zwei. Es schließen sich Warner Music (15,0 Prozent), Vorwochensieger Tonpool Medien (11,2 Prozent) sowie Believe/GoodToGo (6,2 Prozent) an.

In den Top 100 Singles, in denen sich erstmals in der deutschen Chartsgeschichte ausschließlich nur per Streaming und als digitale Downloads vermarktete Tracks tummeln, schnellt Loredana mit Angst", einer Kollaboration mit dem Produzenten Rymez, schnurstracks auf die Pole Position. Die Schweizer Rapperin nahm dafür schon den Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts entgegen. Im Singlesbereich ist dies in Deutschland bereits ihr dritter Triumph binnen gut sechs Monaten nach Kein Plan" (2019, mit Mero) und Kein Wort" (gemeinsam mit Juju) in diesem Jahr.

The Weeknd belegt mit seinem Renner Blinding Lights", mit dem er insgesamt sechs Wochen das Feld anführte, nun den zweiten Rang. Luciano erweist sich mit dem Einzug seines Tracks Sip" auf Rang drei einmal mehr als zuverlässiger Hitlieferant. Apache 207 sinkt somit mit dem Titel Matrix" von zwei auf vier; und um eine Stelle nach unten auf die Fünf geht es für Breaking Me" von Topic feat. A7S.

Samras 6 Uhr" ist auf Listenplatz sechs der dritte und letzte Neueinsteiger der Woche in den Top 10.

Die Distributorenwertung bei den Singles führt Universal Music mit diesmal 54,2 Prozent Marktanteil souverän an. Sony Music erreicht hier 24,2 Prozent, Warner Music 13,1 Prozent, Believe/GoodToGo 6,3 Prozent und Kontor/Edel 1,1 Prozent.

Die Bravo Hits 108" dominieren in der vierten Woche nacheinander die Top 30 Compilations. The Dome Vol 93" ist auf Platz zwei der einzige Neuzugang im Vorderfeld und drängt Schlagerchampions 2020 - Das große Fest der Besten" auf Rang drei ab.

Sony Music regiert hier mit 58,8 Prozent das Vertriebsfirmenranking, gefolgt von Universal Music (29,4 Prozent), Warner Music (7,0 Prozent) und Kontor/Edel (4,1 Prozent).