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Aktien von CTS Eventim und Live Nation im Sinkflug

Die aktuelle Lage an der Börse ist anlässlich der rasanten Verbreitung des Coronavirus mehr als nur angespannt. Die Meldungen der vergangenen Tage setzen auch den Konzertkonzernen zu. Die Aktien der beiden Branchengrößen CTS Eventim und Live Nation verzeichnen drastische Kursabschläge - und ein Ende der Talfahrt ist keineswegs in Sicht.

12.03.2020 13:23 • von
Kann angesichts der Corona-Krise für 2020 wohl nicht mit einem neuen Rekordergebnis rechnen: CTS-CEO Klaus-Peter Schulenberg (Bild: CTS Eventim)

Die aktuelle Lage an der Börse ist anlässlich der rasanten weltweiten Verbreitung des Coronavirus ohnehin mehr als nur angespannt. Die Meldungen der vergangenen Tage, mit welchen Maßnahmen Gesundheitsorganisationen und Regierungen auf die Corona-Pandemie reagieren, setzt nicht nur der Tourismus- oder Luftfahrtbranche, sondern auch den Konzertkonzernen zu.

Die Aktien der beiden Branchengrößen CTS Eventim und Live Nation verzeichnen derzeit drastische Kursabschläge - und ein Ende der Talfahrt ist keineswegs in Sicht, da die Auswirkungen der Pandemie auf das mittelbare Kerngeschäft dieser beiden Unternehmen nachvollziehbar verheerend sind.

So dürfte der Handelstag vom 11. März 2020 für die Aktie von Live Nation mit einem Kurseinbruch von 15 Prozent beispielhaft sein, wenn Anleger Aktienpakete in großen Mengen abstoßen. Mit einem Handelsvolumen von 9,1 Millionen Aktien schloss die Aktie mit einem Schlusskurs von 42,01 Dollar im Minus, während das Tagestief bei 40,90 Dollar lag. Zu Beginn des Handelstages notierte das Papier noch bei 48,02 Dollar. Am 20. Februar indes verzeichnete die Aktie bei einem Kurs von 76,60 Dollar gerade noch ein Allzeithoch, was aktuell einem Rückgang um 46,6 Prozent entspricht.

Ähnlich wie bei Live Nation geht es auch für die Aktie von CTS Eventim seit ebenfalls drei Wochen abwärts. Ende Februar belief sich der Aktienkurs noch auf 50,50 Euro, am Vormittag des 12. März waren es nur noch 36,80 Euro, ein Minus von 27 Prozent. Am 24. Februar hingegen lag das Jahreshoch noch bei 61,55 Euro, womit der Verlust im Vergleich zum aktuellen Kurs sogar rund 40 Prozent beträgt.

In einer aktuellen Stellungnahme hat sich nun Klaus-Peter Schulenberg zur Situation des Unternehmens geäußert. So zitieren die Nachrichtenagenturen "dpa" und "Reuters" in einer Meldung vom 11. März den Vorstandvorsitzenden von CTS Eventim, dass er davon ausgeht, "dass die Coronavirus-Situation im Geschäftsjahr 2020 negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Eintrittskartenverkäufe und die Umsätze im Konzertveranstaltungsbereich haben wird, die wir derzeit allerdings nicht quantifizieren können".

Obwohl beide Unternehmen gerade erst für das Geschäftsjahr 2019 noch steigende Umsatzzahlen veröffentlichen konnten, bestimmt nun die gegenwärtige Nachrichtenlage die Aktienkurse der beiden Branchengrößen. Und diese dürften ähnlich unvorhersehbar wie die Einschätzung von Schulenberg in Bezug auf die geschäftliche Situation von CTS Eventim sein.

Text: Manfred Tari