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Coronavirus sorgt an den Börsen weiter für miese Stimmung

Die Ausbreitung des Coronavirus führt nicht nur zur Absage von Events wie SXSW oder der Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises, sie sorgt auch an den Börsen weiter für Katerstimmung. Das bekamen am 9. März zum Beispiel auch die Aktienkurse von Unternehmen aus dem Livegeschäft wie CTS, DEAG oder Live Nation zu spüren.

09.03.2020 17:13 • von
Feierlaune bei Festivals wie hierz auf dem von FKP Scorpio ausgerichteten Southside Festival 2019 scheint dereit fraglich: Die jüngsten Empfehlungen zum Beispiel von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Events mit mehr als 1000 Teilnehmern doch bitte gern abzusagen, sorgen an den Börsen für Kursabschläge bei den Livekonzernen. (Bild: Matthias Rhomberg)

Die Ausbreitung des Coronavirus Covid - 19 führt nicht nur zur Absage von Events wie SXSW, m4music oder der Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises, sie sorgt auch an den Börsen weiter für Katerstimmung. Das bekamen am 9. März 2020 zum Beispiel auch die Aktienkurse von Unternehmen aus dem Livegeschäft wie CTS Eventim, DEAG oder Live Nation zu spüren.

So hatte die DEAG schon zum Start in die Handelswoche in einer Mitteilung darauf verwiesen, dass man "bis auf Weiteres" alle anstehenden Veranstaltungen "unabhängig von der jeweiligen Teilnehmerzahl planmäßig" durchführen wolle und für eventuelle Absagen zudem "vollumfänglich versichert" sei. Dennoch gab der Aktienkurs des Unternehmens im Laufe des Handelstages bis gegen kurz vor 17.00 Uhr um mehr als zehn Prozent auf noch 4,24 Euro nach. Binnen vier Wochen fiel der Kurs des DEAG-Papiers nun um rund 30 Prozent.

Auf ein Minus von knapp 30 Prozent binnen vier Wochen kommt auch der Aktienkurs von CTS Eventim. Am 9. März allein gab das Papier um rund 5,4 Prozent auf 40,20 Euro nach. Ende Januar fiel hier noch ein 52-Wochen-Hoch von 61,55 Euro an, nun nähert sich das Papier dem im März 2019 erreichten Jahrestief von 38,42 Euro an.

Ein neues Jahrestief erreichte zuletzt auch die Aktie des US-Konzerns Live Nation: In der vergangenen Woche verlor das Papier gut 20 Prozent, in den letzten vier Wochen 33 Prozent und startete am 9. März an der New York Stock Exchange mit einem Kursabschlag von gut sechs Prozent.