Livebiz

Verkaufsverbot für Sheeran-Tickets auf Viagogo bestätigt

Das Landgericht Hamburg hat nach Angaben des Konzertveranstalters eine von FKP Scorpio erwirkte einstweilige Verfügung gegen Viagogo bestätigt. FKP-Chef Folkert Koopmans sieht das Urteil als Grundlage für weitere Schritte gegen Schwarzmarkthandel und Ticketwucher.

06.03.2020 14:10 • von Frank Medwedeff
Sieht durch das Urteil das "konsequente Vorgehen" von FKP Scorpio im Kampf gegen den Schwarzmarkt belohnt: Folkert Koopmans (Bild: FKP Scorpio)

Das Landgericht Hamburg hat nach Angaben des Konzertveranstalters eine von FKP Scorpio gegen Viagogo erwirkte einstweilige Verfügung vom Dezember 2018 auch im Hauptsacheverfahren bestätigt. Diese ist somit rechtskräftig. Demnach war es der Ticketbörse Viagogo verboten, für die Ed-Sheeran-Tour 2019 in Deutschland Tickets mit der Behauptung anzubieten, es handele sich dabei um Eintrittskarten, die den Käufer zum Besuch eines Konzerts des englischen Popstars berechtigen. Zudem durfte Viagogo laut dem Gericht keine Tickets zu angeblichen - tatsächlich aber nicht zutreffenden - Originalpreisen zum Kauf anbieten.

Wegen der Verstöße gegen die Verbote aus der einstweiligen Verfügung muss Viagogo zudem ein Ordnungsgeld in Höhe von 10.000 Euro zahlen.

"Wir freuen uns über diese wichtige Bestätigung unseres konsequenten Vorgehens gegen den Schwarzmarkt durch das Landgericht Hamburg", kommentiert Folkert Koopmans, Gründer und Geschäftsführer von FKP Scorpio. "Der Aufwand, den wir durch die Personalisierung der Tickets und entsprechende Gestaltung unserer AGB betrieben haben, und die notwendigen Einschränkungen, die wir den Fans zugemutet haben, haben sich offensichtlich gelohnt. Wir sind daher auch in Zukunft bereit, auf dieser Grundlage alle nötigen weiteren Schritte zur Unterbindung des Schwarzmarkthandels und des Ticketpreiswuchers zu unternehmen."

Rechtsanwalt Markus Reuter von der für FKP Scorpio tätigen Kanzlei Schütz Rechtsanwälte zeigt sich ebenfalls optimistisch: "Dieses faktische Verkaufsverbot für Ed-Sheeran-Tickets dürfte Signalwirkung haben. Wir gehen zudem davon aus, dass zukünftige Ordnungsgelder signifikant höher ausfallen werden, und auch Viagogo auf diese Weise langfristig gezwungen werden wird, Gerichtsentscheidungen nicht länger zu ignorieren."