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Münchner Mixcon wächst um 16,6 Prozent

Die vierte Ausgabe der Mixcon zog am 28. und 29. Februar 1400 Fachbesucher an - das sind 16,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zuwächse wären allerdings noch größer ausgefallen, wären nicht zehn Prozent der im Vorverkauf abgesetzten Tickets nicht abgeholt wurden - vermutlich wegen des Coronavirus.

02.03.2020 15:47 • von Dietmar Schwenger
Zog 1400 Fachbesucher an: die vierte Mixcon in München (Bild: MusikWoche)

Die vierte Ausgabe der Mixcon zog am 28. und 29. Februar 2020 rund 1400 Fachbesucher an - das sind 16,6 Prozent mehr als im Vorjahr, als etwa 1200 Delegierte den Weg zum Branchentreff der Dance-Szene in die Münchner BMW Welt gefunden hatten. Die Zuwächse wären allerdings noch größer ausgefallen, wären nicht zehn Prozent der im Vorverkauf abgesetzten Tickets nicht abgeholt wurden - wohl wegen des Coronavirus, wie die Mixcon-Veranstalter Jens Witzig, Bernd Closmann, Jo Kraus und Stoyan Velkov vermuten.

Zehn Prozent der tatsächlich gekommenen Besucher hatten ein sogenanntes Exhibition-Ticket gelöst, mit denen sie nur den im Vergleich mit dem Vorjahr vergrößerten Ausstellungsbereich für Hardware-, Equipment- und Produktionsfirmen sowie einen der vier Panelräumlichkeiten, die Public Stage im Erdgeschoss der BMW Welt, besuchen konnten.

Die übrigen 90 Prozent konnten mit ihrem Ticket auch die übrigen Etagen mit weiteren Netzwerkmöglichkeiten und den drei übrigen Panelräumen besuchen, in denen an den beiden Tagen von 12 Uhr bis 20 Uhr Diskussionsrunden, Präsentationen und Workshops stattfanden. MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger moderierte eine Runde zum Thema "Musikindustrie Quo Vadis", an der Frank Leffler (Kontor New Media), Juliet Sikora (Kitball), Dominic Kerley (Label.Worx) und Markus Hägele (Housesessions) teilnahmen.

Auch die übrigen Panels waren durchgehend gut besucht. Es ging um Themen wie "HipHop", "A&R", "Underground", "Monetize Your Music", "Diversity", "Festivals", "Booking", "Hardstyle", "DJ Charts-Promotion" und "Clubkultur und Paraden". In dieser Runde sprachen David Süß vom Club Harry Klein und Thomas Lechner (Oberbürgermeisterkandidat der Linken in München) über die Gefährdungen der Clubszene, während Dr ankündigte, mit seiner neuen sponsorfreien Parade voraussichtlich im Sommer 2021 durch Berlin ziehen zu wollen.

"Nicht nur der Zuspruch durch Speaker, Aussteller und Besucher, sondern auch das durchweg positive Feedback macht die vierte Mixcon zu einem vollen Erfolg", bilanziert Bernd Closmann auf Nachfrage von MusikWoche.

Begonnen hatte der Dance-Treff bereits am Donnerstagabend mit einer Warm-up-Party im Aloft Hotel, wo auch an den übrigen beiden Tagen Partys stattfanden. Unter anderem ging hier am Samstag die Labelnight von Steffen Harnings Starred Records über die Bühne. Zudem nahmen Münchner Clubs und Discotheken wie Neuraum, die 089 Bar, Call Me Drella, Enter The Dragon, Harry Klein, Heart, Izakaya, MilchundBar, Neuraum, Pacha, Palasi und Sweet am Nachtprogramm teil, das akkredtierten Mixcon-Besuchern frei zugänglich war.