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Charts KW 10: BTS erstmals auch in Deutschland an der Spitze

Mit dem südkoreanischen Septett BTS und dessen Album "Map Of the Soul: 7" erobert erstmals eine Pop-Band aus Asien die Pole Position der deutschen Longplaycharts. Auf den weiteren Podestplätzen landen Ozzy Osbourne und Heinz Rudolf Kunze mit persönlichen Bestmarken. Bei den Singles hält derweil die Dominanz von The Weeknd an.

28.02.2020 16:04 • von Frank Medwedeff
Nun auch in Deutschland zum ersten Mal ganz oben: die K-Pop-Helden BTS (Bild: Big Hit Entertainment_Sony Music)

Erstmals in der Geschichte der von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie ermittelten Offiziellen Deutschen Charts steht bei den Alben eine asiatische Pop-Band an der Spitze: "Dank einer spannenden Aufholjagd" in der aktuellen Erhebungswoche, wie es aus Baden-Baden heißt, geht das südkoreanische Septett BTS mit seinem neuen Werk, Map Of The Soul: 7", zuerst über die Ziellinie - vor Ozzy Osbourne, der mit Ordinary Man" auf Platz zwei ankommt. Für den Sänger von Black Sabbath bedeutet dies immerhin die bislang höchste Notierung als Solokünstler in Deutschland.

Mit dem Einzug seines Albums Der Wahrheit die Ehre", auf dem er sich mit Themen wie Flüchtlingspolitik, Rechtspopulismus und Fake News auseinandersetzt, auf Rang drei stellt auch Heinz Rudolf Kunze einen neuen persönlichen Rekord auf - und zwar im Jahr seines 40. Bühnenjubiläums.

Somit muss sich Vorwochenchampion Gzuz nun mit Position vier für sein Album Gzuz" begnügen. Demons & Wizards, die gemeinsame Power-Metal-Band von Sänger Hansi Kürsch (Blind Guardian) und Gitarrist Jon Schaffer (Iced Earth) greift mit ihrem Album III" auf Rang fünf ins aktuelle Geschehen ein.

Billie Eilish rückt in der 48. Chartwoche von When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" von acht auf sechs vor. Der Rapper Prezident ist Neuzugang auf Rang sieben mit dem Album Alles ist voll von Göttern". Sarah Connors Herz Kraft Werke" (inklusive) klettert um drei Stellen auf die Acht. Neu dabei auf der Neun ist Agnes Obel mit Myopia". Apache 207 kehrt mit der EP Platte" per Sprung von 14 auf zehn in die Top 10 zurück.

From This Place" heißt das neue Album von Pat Metheny, mit dem der Jazzgitarrist auf Anhieb Rang elf erreicht. Mudi & Enes tauchen mit Maktub" an 13. Position auf, und Top-20-Einstiege legen auch noch der Rapper Eno hin, der auf Rang 16 Bonität" beansprucht, sowie Madsen mit Lichtjahre Live" (17).

Die schwedischen Hardrocker H.E.A.T entern das deutsche Charts-Terrain mit "H.E.A.T II" auf Platz 24, und nach der ersten Verkaufswoche ins obere Drittel der Top 100 Longplay gelangen auch die ebenfalls aus Schweden stammende Schlagersängerin Julie Lindholm mit Boom!" (Platz 28) sowie Saxon-Sänger Biff Byford und sein Solodebüt School Of Hard Knocks" (29).

Sony Music übernimmt dank BTS und Ozzy Osbourne die Führung in der Vertriebsfirmenrangliste anhand eines Wochenanteils von 43,9 Prozent und schiebt Universal Music (29,6 Prozent) auf den zweiten Platz. Warner Music rangiert an dritter Stelle (13,6 Prozent) vor Believe/GoodToGo (9,1 Prozent) und Kontor/Edel (1,0 Prozent).

In den Top 100 Singles verbringt The Weeknd mit seinem Hit Blinding Lights" insgesamt die fünfte Woche auf dem obersten Podestplatz. Direkt auf dem Podium landen zwei neu gelistete Deutschrap-Singles: Rich Rich" von Ufo361 auf Rang zwei vor Samras Schüsse im Regen". Je zwei Plätze nach unten rutschen dadurch Mios mit Bars" von Luciano (von zwei auf vier) sowie Baby" von Joker Bra & Vize (von drei auf fünf).

Direkt auf Rang zehn bringt es der Titel Matrix" von Apache 207. Vierthöchster Neuzugang der Woche ist dann erst auf Rang 35 The Weeknds After Hours", und auf der 36 frisch dabei sind die Albumsieger BTS mit On", einer Kollaboration mit der australischen Sängerin Sia.

In der Distributorenrangliste zu den Singles-Charts bleibt Universal Music mit 60,3 Prozent Marktanteil in dieser Woche unangefochten die Nummer eins. Sony Music erreicht hier 23,4 Prozent, Warner Music 11,2 Prozent, Believe/GoodToGo 3,2 Prozent und Empire Distribution 1,3 Prozent.

Die Bravo Hits 108" behaupten die Tabellenspitze in den Top 30 Compilations vor den unverändert zur Vorwoche auf dem zweiten Platz rangierenden Schlagerchampions 2020 - Das große Fest der Besten". Von null auf drei rast die Kinderkopplung Toggo Music 54".

Und die zweithöchste erstmals gelistete Compilation ist auf dem zehnten Rang Die Schlagernacht 2020 - Die Erste".

Sony Music behauptet hier mit 45,7 Prozent Marktanteil die Führungsposition bei den Vertrieben vor Universal Music (40,4 Prozent). Einstellige Prozentwerte vor dem Komma weisen Warner Music (8,0 Prozent), Pavement Records (2,5 Prozent) und Zebralution (2,1 Prozent) auf.