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Live Nation hält Wachstumskurs

Live Nation meldet im neunten Jahr hintereinander Zuwächse: Der Umsatz des Konzerns wuchs demnach 2019 um sieben Prozent auf 11,5 Milliarden US-Dollar. Das Betriebsergebnis (Operating Income) stieg um 19 Prozent auf 325 Millionen Dollar, und beim Adjusted Operating Income (AOI) ergab sich ein Plus von 14 Prozent auf 943 Millionen Dollar.

28.02.2020 12:25 • von Frank Medwedeff
Bilanziert ein erfolgreiches Jahr 2019 und verkündet auch für 2020 beste Vorzeichen für Live Nation: Michael Rapino (Bild: Sebastian Artz)

Live Nation hat seinen Wachstumskurs im neunten Jahr hintereinander gehalten: Der Umsatz des Konzerns stieg demnach 2019 um sieben Prozent auf 11,5 Milliarden US-Dollar. Das Betriebsergebnis (Operating Income) wuchs um 19 Prozent auf 325 Millionen Dollar, und beim Adjusted Operating Income (AOI) ergab sich ein Plus von 14 Prozent gegenüber 2018 auf 943 Millionen Dollar.

Der weltweite Marktführer im Live-Geschäft zählte bei seinen Konzerten im Kalenderjahr 2019 global gut 98 Millionen Besucher - und damit fünf Millionen mehr als im Jahr zuvor. Live Nation habe im abgelaufenen Jahr mehr als sechs Milliarden Dollar ausgegeben, um gut 40.000 Shows in 42 Ländern zu veranstalten - und sei damit "bei weitem der größte finanzielle Unterstützer von Künstlern" im Musikbereich, wie Michael Rapino, President und CEO Live Nation, anmerkt.

Zu den wachsenden Umsätzen und Profiten trugen indes auch teurere Tickets bei. Demnach stiegen die durchschnittlichen Kartenpreise für Shows in Amphitheatern und Arenen prozentual zweistellig seit 2017. Die 2019 bei rund 3000 Shows angebotenen sogenannten "Platinum Tickets" kosteten sogar 66 Prozent mehr als im Jahr davor. Live Nation begründet dies damit, dass die Künstler wünschten, dass ein größeres Kontingent der besten Plätze zum "Marktwert" verkauft werde. Michael Rapino und sein Team betonen gleichzeitig, dass andererseits der Durchschnittspreis für ein Konzert in einem Amphitheater mit 46 Dollar noch weit unter dem für ein Basketball-Spiel in der NBA (75 Dollar) oder ein Match in der American-Football-Liga NFL (100 Dollar) liege.

Im Sponsoring-Geschäft legte Live Nation im abgelaufenen Jahr beim Umsatz um 17 Prozent auf 590,3 Millionen Dollar zu; im Festivalbereich gar um 50 Prozent.

In Sachen Ticketing habe das Live-Nation-Unternehmen Ticketmaster seine Stellung als globaler Marktführer ebenfalls ausbauen können. Michael Rapino verweist hier explizit auf Zuwächse beim Operating Income von 15 Prozent (auf 232 Millionen Dollar) und beim Adjusted Operating Income (AOI) von 11 Prozent (auf 482,4 Millionen Dollar). Der Umsatz stieg indes lediglich um ein Prozent gegenüber 2018 auf gut 1,545 Millarden Dollar.

Im laufenden Jahr 2020 sieht sich Live Nation weiter im Aufwind: So habe man bis Mitte Februar schon 38 Millionen Konzertkarten verkauft - zehn Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2018 - und die Zahl von bereits 4700 bestätigten Shos in Arenen, Stadien und Amphitheatern liege gar schon um 30 Prozent über dem Wert vor Jahresfrist.

Michael Rapino blickt auf "ein weiteres starkes für Live-Nation" zurück, in dem es gelungen sei, das globale Konzertgeschäft auszubauen und das Wachstum in den margenstarken Geschäftsfeldern Spielstätten, Sponsoring und Ticketing weiter zu befeuern. "Mit dem Blick auf 2020 glauben wir, dass unser zweistelliges Plus an Fans und Shows in diesem Jahr vor dem Hintergrund einer sehr hohen Aktivität von Künstlern quer duch alle Spielstättenarten und Märkte unser Schwungrad in Gang setzen wird, um ein weiteres Jahr mit starkem globalen Wachstum zu realisieren", so der Konzernchef.