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Mehr Mixcon in München

Die vierte Ausgabe der Mixcon wird die bislang größte: Am 28. und 29. Februar trifft sich in der BMW Welt in München die Dance- und Elektronikszene zum Netzwerken, Diskutieren und Präsentieren.

26.02.2020 14:24 • von Dietmar Schwenger
Hier steigt auch 2020 die Mixcon: die BMW Welt in München (Bild: MusikWoche)

Die vierte Ausgabe der Mixcon wird die bislang größte: Am 28. und 29. Februar trifft sich in der BMW Welt in München die Dance- und Elektronikszene zum Netzwerken, Diskutieren und Präsentieren.

"Im Vergleich zum Vorjahr haben wir das Auditorium der BMW Welt dazu gemietet, um für die Aussteller und Hersteller eine separate Fläche zur Verfügung zu stellen", erzählt Bernd Closmann aus dem vierköpfigen Managementteam der Mixcon, die 2020 erneut wachsen will. Der Treffpunkt der Dance-Szene, der im vergangenen Jahr 1200 Fachbesucher angezogen hat, findet nun am 28. und 29. Februar statt und soll den Teilnehmern noch mehr Platz bieten. In dem erstmals zur Verfügung stehenden Auditorium können dann Aussteller die Musik bei Vorführungen »das eine oder andere Mal etwas lauter aufdrehen, ohne dass die übrigen Besucher der BMW Welt gestört werden", so Closmann.

"Aber nicht nur flächenmäßig gesehen ist die kommende Ausgabe die größte Mixcon, die es je gab. Wir haben dieses Jahr mehr als 120 Speaker aus ganz Europa zu Gast. In den mehr als 50 Masterclasses, Vorträgen und Podiumsdiskussionen, die wir anbieten, ist für jeden etwas dabei." Entsprechend hoch ist die Nachfrage. Bereits jetzt zeichnen sich Zuwächse ab, wie Closmann ausführt. "Wir haben unseren VVK-Umsatz vom vergangenen Jahr schon erreicht. Laut unserem Ticketshop haben wir einen Zuwachs von ungefähr 40 Prozent. Das ist insofern erfreulich, weil eine größere Produktion auch höhere Kosten mit sich bringt. Wir sagen deswegen danke an alle, die uns hierbei unterstützen - und sei es durch einen Ticketkauf."

Wie 2019 setzt die Mixcon auf ein Zusammenspiel von Konferenz, Get-together-Events und den Parties am Abend, wobei keine der drei Säulen wichtiger sei als die jeweils anderen, wie Closmann ausführt. "Ich denke, die bunte Mischung macht's. Neben wichtigen fachlichen Updates bei der Konferenz ist aus unserer Sicht das Thema Networking auch unerlässlich. Das sind Punkte, die wir auf der Veranstaltung gut gestalten können." So soll die Networking Area dieses Jahr ohne musikalische Beschallung auskommen, man setze hier den Fokus auf gute Gesprächsmöglichkeiten.

Genauso wichtig ist der Liveaspekt. "Wir freuen uns auch über die gute Zusammenarbeit mit den Münchner Clubs. Sie machen mit ihren Bookings und Parties den Abend zusätzlich interessant. Das Gesamtpaket muss stimmen. Das Amsterdam Dance Event (ADE) ist hier schon ein Vorbild", räumt der Messemacher ein. Auch bei der Münchner Politik hat die Mixcon inzwischen Anerkennung gefunden. So lobte Jürgen Enninger, Leiter Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft in der bayerischen Landeshauptstadt, die Mixcon jüngst im Gespräch mit MusikWoche "als gutes Beispiel" und "sehr positiv".

Darüber freut sich Closmann - und hält sich bei der Frage nach weiteren Förderungsbedürfnissen bedeckt: "Wer gelobt wird, sollte dies vielleicht nicht direkt mit einer weiteren Förderungsanfrage verbinden. Wir danken dem Team um Jürgen Enninger und Heike Lies für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Wenn wir so weiter machen, haben wir vermutlich irgendwann die Chance, das Standing der Mixcon innerhalb der Stadt noch weiter zu verbessern. Sollten sich hierbei neue Förderperspektiven auftun, sagen wir nicht nein."

Enninger tritt zudem mit einem Vortrag zum Thema »Die Bedeutung der Musikwirtschaft« auch im Konferenzprogramm der Mixcon in Erscheinung, das am Freitagmittag mit "The Story Of DJ Tomekk" beginnt. Später am Tag folgen unter anderem "Festival & Bookings" (mit Sven Schaller und BigCityBeats-Chef Bernd Breiter) und "Steuerrecht für DJs" mit DJ Stephan Amberg.

Für das Panel "Press Relations For DJs And Artists" kommen "Faze"-Chefredakteur Sven Schäfer, MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger, Arian Amedie ("DJ Mag Germany") und DJ Tom Novy in die BMW Welt, während Nils Ruzicka (Sheffield Communications Publishing), Mikio Gruschinske (WePlay), Manuel "Mantu" Overbeck (1st Strike), Magnus Textor (Virgin/Universal Music). Dick de Groot (Be Yourself Music), Markus Hägele (Housesession/Tiger Records) und Tom Keil (Ultra Music) die Frage "Why Are Labels Still Important?" beantworten wollen.

Zum Komplex "Mental Health Of Artists And Label Execs" sprechen unter anderem Frank Klein (SD Management) und Timo Maas, "Die GEMA verstehen" wollen Matthias Dengg und Georg Ruile, bei "Managing Life & Career As An Artist" unterhalten sich unter anderem die Künstler Hugel, Lovra, Niels van Gogh und Plastik Funk, während Markus Tembrink (Believe), André Glanz (Napster), Marco Völkel (Swinque), Meike Nolte (Beatport), Robin Wilms (Deezer) und Steffen Harning (MCP) sich dem Themenkreis "Monetize Your Music" widmen.

Über die "Radiolandschaft für DJs" informieren Andreas Reiboldt (sunshine live), Chris Montana (S2G-Productions), Cuebrick, Dirk Weiss(Public Music & Media) und Richard Lauterbach (Bayern 3). Der Samstag hebt an mit "Social Media & Bindung Fan - Artist" unter anderem mit Jan Hofmann (WePlay) und den DJs Yves Ruffet sowie Sandy Dae.

MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger moderiert anschließend das Panel "Musikindustrie Quo Vadis" mit Dom Kerley (Label Worx), Frank Leffler (Kontor New Media), Markus Hägele, Juliet Sikora (Kittball Records). Später spricht Christian Zich (Technische Hochschule Deggendorf) über "Personal Branding als DJ", während am "Diversity Panel" wie auch an einem Gespräch über Techno-Paraden unter anderem Dr teilnimmt.