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Frankreichs Musikmarkt im Plus

In Frankreich legte das Geschäft mit Recorded Music im vierten Jahr in Folge zu - und verbuchte dabei laut Bilanz des SNEP-Branchenverbands mit Zuwächsen in Höhe von 5,4 Prozent das im Vergleich zu den Vorjahren höchste Umsatzplus.

25.02.2020 13:16 • von
Frankreichs Musikmarkt weiter auf Wachstumskurs: das Geschäft mit Recorded Music legte in Frankreich im vierten Jahr in Folge zu und verbuchte ein Umsatzplus von 5,4 Prozent (Bild: SNEP-Präsentation, Screenshot)

In Frankreich legte das Geschäft mit Recorded Music im vierten Jahr in Folge zu - und verbuchte dabei mit Zuwächsen in Höhe von 5,4 Prozent das im Vergleich zu den Vorjahren höchste Umsatzplus. Das zeigt die Bilanz für 2019, die der Branchenverband Syndicat National de l'Edition Phonographique (SNEP) am 25. Februar 2020 vorlegte (pdf).

Demnach erzielten die Plattenfirmen im französischen Musikmarkt im Jahr 2019 Einnahmen in Höhe von 772,5 Millionen Euro. Im Vorjahr lagen die Einnahmen noch bei 733 Millionen Euro. Der Digitalbereich wuchs von Anfang Januar bis Ende Dezember 2019 um 18,6 Prozent auf Umsätze in Höhe von 395 Millionen Euro, die Einnahmen aus dem Verkauf physischer Tonträger gingen um zehn Prozent auf 230 Millionen Euro zurück, das Geschäft mit Nebenrechten wuchs um 1,8 Prozent auf 124 Millionen Euro und die Synch-Vermarktung spielte bei 23 Millionen Euro ein Plus von 5,8 Prozent ein.

Dieses "ermutigende Ergebnis" sei vor allem auf das weiter dynamisch wachsenden Streaming zurückzuführen, das 2019 um mehr als 23 Prozent auf Einnahmen von mehr als 368,3 Millionen Euro zulegen konnte und inzwischen 59 Prozent zu den Einnahmen im Gesamtmarkt beisteuert. 46 Prozent der Gesamtumsätze entfielen dabei auf kostenpflichtige Aboangebote, 13 Prozent auf werbefinanzierte Dienste.

Im physischen Bereich, der 2019 immer noch 37 Prozent der Einnahmen generierte, gingen die CD-Einnahmen um 12,8 Prozent abwärts, und auch die Vinylumsätze gaben um drei Prozent nach.

Trotz der Zuwächse im Gesamtmarkt konnte Frankreichs Musikmarkt das noch deutlich stärkere Halbjahresergebnis nicht ganz bestätigen: So wies die SNEP-Bilanz für die ersten sechs Monate 2019 bei Zuwächsen von 12,7 Prozent noch ein prozentual zweistelliges Umsatzplus aus.

Text: Knut Schlinger