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US-Charts: Justin Biebers siebter Streich

Justin Bieber schnappt sich mit "Changes" das Zepter der US-Longplaycharts und verbucht hier sein siebtes Nummer-eins-Album. Mit A Boogie Wit Da Hoodie und Tame Impala sichern sich ebenfalls Neueinsteiger die übrigen Podestplätze.

24.02.2020 14:40 • von Frank Medwedeff
Schreibt Chartsgeschichte mit einem neuen "Jugendrekord": Justin Bieber (Bild: Joe Termini)

Justin Bieber übernimmt nach der ersten Verkaufswoche von Changes", seinem ersten neuen Album nach mehr als vier Jahren, sogleich die Tabellenführung in den US-Longplaycharts. Die Chartsermittler von Nielsen Music/MRC Data zählten in der aktuellen Erhebungswoche (bis einschließlich 20. Februar) 231.000 sogenannte Equivalent Album Units, darunter 126.000 verkaufte Alben, 101.000 Einheiten aus 135 Millionen eingerechneten Songstreams sowie 4000 Units aus Trackdownloads. Gebündelte Verkäufe in Kombination mit Konzertkarten für Biebers kommende Tournee sowie mit Merchandise-Artikeln über den offiziellen Webstore des kanadischen Popstars befeuerten dabei die Albumabsätze.

Justin Bieber hat nun sieben Nummer-eins-Alben in den USA in der Statistik stehen. Zuvor siegte er hier mit "My World 2.0" (2010), der EP Never Say Never - The Remixes" (2011), Under The Mistletoe" (ebenfalls 2011), Believe" (2012), Believe - Acoustic" (2012) sowie mit Purpose" (2015). Bieber, der am 1. März 2020 26 Jahre alt wird, ist laut "Billboard" nun der jüngste Solokünstler in der Geschichte der US-Longplaycharts mit sieben Spitzenreitern auf dem Konto. Er löst in dieser Wertung Elvis Presley ab, der 26 Jahre und elf Monate alt war, als er mit Blue Hawaii" im Dezember 1961 sein siebtes Nummer-eins-Album feiern konnte.

Mit "Changes" holt sich Justin Bieber aktuell zwar mit klarem Vorsprung die Tabellenführung, kann aber nicht an das Startergebnis seines erwähnten vorigen Studioalbums "Purpose" anknüpfen, das in der Veröffentlichungswoche im Herbst 2015 649.000 Chartseinheiten und davon 522.000 Albumverkäufe generierte.

Auch die weiteren Podestpositionen der Billboard 200 sichern sich in dieser Woche Neueinsteiger: Der Rapper A Boogie Wit Da Hoodie kommt mit "Artist 2.0" mit 111.000 Wocheneinheiten auf Platz zwei ins Ziel (wobei 149 Millionen Streamingaufrufe allein für 106.000 Units verantwortlich sind). Er verweist die australische Band Tame Impala ganz knapp auf den dritten Platz, für deren Werk The Slow Rush" 110.000 Einheiten (und darunter 80.000 Albumverkäufe) zu Buche stehen. Immerhin fast 26.000 Exemplare des Longplayers gingen dabei auf Vinyl weg. In der Gesamtstatistik der exakten Zählungen durch Nielsen Music seit 1991 ist "The Slow Rush" damit die Nummer sieben in der Rangliste der innerhalb einer Woche meistverkauften Vinyl-LPs in den Vereinigten Staaten. Spitzenreiter in dieser Auswertung ist Jack Whites Lazaretto" (2014) mit 40.000 abgesetzten Vinyl-Schallplatten binnen sieben Tagen.

Roddy Ricch rutscht mittels diesmal 70.000 Chartseinheiten von "Please Excuse Me For Being Antisocial" von Platz eins auf vier ab. An fünfter Stelle debütiert "All About Luv", das erste komplett englischsprachige Album der südkoreanischen Boygroup Monsta X, anhand von 52.000 Units und davon 50.000 Albumverkäufen. Das Album ging physisch in mehr als einem Dutzend Varianten in den Handel - unter anderem mit unterschiedlichen Covern, auf dem jeweils ein anderes Mitglied der K-Pop-Formation prangt.

Post Malones Hollywood's Bleeding" (50.000 Einheiten) sinkt von zwei auf sechs und Billie Eilishs When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" (44.000) von fünf auf sieben. Das Mixtape "Meet The Woo V. 2" von Pop Smoke geht um eine Stelle nach unten auf die Acht. Die Zahl der Chartseinheiten steigt dabei indes um elf Prozent auf 40.000, nachdem der erst 20-jährige Rapper am 19. Februar in seinem Haus in Hollywood Hills, Kalifornien, ermordet worden ist.

Die Top 10 vervollständigen zwei weitere Alben mit fallender Tendenz: Eminems Music To Be Murdered By" rutscht von Rang drei auf neun (39.000 Einheiten) und Halseys Manic" von acht auf zehn (31.000).