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Doppelsieg bei den Brit Awards für Lewis Capaldi

Bei der 40. Verleihung der Brit Awards am 18. Februar in der Londoner O2 Arena konnte Lewis Capaldi als einziger Künstler zwei Trophäen mit nach Hause nehmen. Zu den Preisträgern zählen auch Stormzy, Dave, Mabel, Foals und Billie Eilish.

19.02.2020 14:04 • von Frank Medwedeff
Zweifacher Gewinner: Lewis Capaldi (rechts) mit seinem Award für den "Song Of The Year" und Preisverkünder Tom Jones (Bild: Screenshot Brit Awards_YouTube)

Am 18. Februar 2020 fand in der O2 Arena in London die 40. Verleihung der Brit Awards statt, die der Branchenverband British Phonographic Industry (BPI)  vergibt. Als einziger Künstler konnte dabei Lewis Capaldi zwei Trophäen mit nach Hause nehmen: Der schottische Sänger und Songschreiber, den Vertigo/Universal Music Deutschland unter Vertrag genommen hat, wurde als "Best New Artist" geehrt und sein Singlehit Someone You Loved" als "Song Of The Year" gekürt. Capaldi verriet in seiner Dankesrede, dass es in dem Stück nicht um seine Ex-Freundin, sondern um seine verstorbene Großmutter gehe.

Den Brit Award für das Album des Jahres holte sich der Londoner Rapper Dave für "Psychodrama". Bei seiner Live-Performance des Tracks "Black" fügte er neue Textzeilen hinzu und brandmarkte den britischen Premierminister Boris Johnson als Rassisten.

HipHop- und Grime-Künstler Stormzy erhielt den Preis als bester britischer Solokünstler, und für die Auszeichnung als beste Solokünstlerin des Landes konnte sich die Sängerin und Songschreiberin Mabel freuen. Deren Mutter Neneh Cherry hatte vor exakt 30 Jahren selbst zwei Brit Awards gewonnen und wohnte nun dem Erfolg ihrer Tochter bei.

Die Gruppe Foals bekam die Trophäe als beste britische Band. Leadsänger Yannis Philippakis äußerte die Hoffnung, dass im nächsten Jahr mehr Frauen bei den Brit Awards zum Zuge kommen. Mit nur vier von 25 möglichen Nominierungen in den Kategorien ohne Geschlechtervorgabe waren Frauen in diesem Jahr in der Tat stark unterrepräsentiert.

Bester internationaler Künstler wurde US-Rapper Tyler the Creator, der eine ironische Breitseite gegen Ex-Premierministerin Theresa May abfeuerte, die vor fünf Jahren ein Einreiseverbot für Großbritannien gegen ihn verhängt habe. "Ich weiß, dass sie jetzt stinksauer zu Hause sitzt", so der Geehrte.

Nach ihren fünf Grammys erhielt Billie Eilish nun den Brit Award als beste internationale Künstlerin und trug bei der Gala erstmals öffentlich ihren Titelsong zum kommenden James-Bond-Film "No Time To Die" vor. Dabei begleiteten sie ihr Bruder, Produzent und Co-Songschreiber Finneas O'Connell, Komponist Hans Zimmer sowie Johnny Marr, der frühere Gitarrist der Smiths.

Die übrigen Preise gingen an Fred Again als "Producer Of The Year" und an Celeste in der Sparte "Rising Star"