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YouTube reklamiert Milliardenzahlungen ans Musikbiz

Erst kürzlich nannte Google Details zu Nutzerzahlen und Werbeerlösen bei YouTube. Nun legt YouTube-CEO Susan Wojcicki nach, und verweist unter anderem auf mehr als drei Milliarden Dollar, die die Plattform 2019 an Partner aus der Musikwirtschaft ausgezahlt hätte.

17.02.2020 16:46 • von
Überwies 2019 mehr als drei Milliarden Dollar aus Abo- und Werbeerlösen an die Musikwirtschaft: Susan Wojcicki (Bild: Google)

Erst kürzlich hatte die Google-Mutter Alphabet Details zur Entwicklung der Nutzerzahlen und Werbeerlöse bei YouTube genannt. Demnach kamen YouTube Premium und der Musikdienst YouTube Music im vierten Quartal 2019 zusammen auf 20 Millionen zahlende Abonnenten, während die Werbeerlöse der Videoplattform allein im vierten Quartal bei rund 4,72 Milliarden Dollar lagen und im Gesamtjahr 2019 bei 15,15 Milliarden Dollar.

Nun legt YouTube-CEO Susan Wojcicki nach, und verweist in einem Beitrag auf den offiziellen YouTube-Blogseiten unter anderem auf die Auszahlungen von YouTube an die Musikwirtschaft. Demnach hätten die Betreiber der Plattform im Jahr 2019 mehr als drei Milliarden Dollar an Partner aus der Musikwirtschaft überwiesen, wobei in diese Summe Gelder aus der Vermarktung des kostenpflichtigen Angebots ebenso einflossen wie Beteiligungen an Werbeerlösen, schließlich biete YouTube "zwei Umsatztreiber", wie Susan Wojcicki schreibt.

Im Zuge der Value-Gap-Diskussion hatte YouTube schon früher mit Zahlen argumentiert, allerdings waren die Summen da noch geringer: So hieß es Ende 2016, dass die Videoplattform des Google-Konzerns in den vergangenen zwölf Monaten weltweit mehr als eine Milliarde Dollar aus Werbeerlösen an die Musikindustrie weitergeleitet habe. Die Lobbyisten der Musikwirtschaft zeigten sich damals indes nur mäßig beeindruckt.

Susan Wojcicki spickt ihren Beitrag aber auch abseits der Musikwirtschaft mit ein paar Zahlen: So verweist die YouTube-Chefin auf mehr als zwei Milliarden monatlich aktive Nutzer der Plattform oder auf 500 Stunden an Videomaterial, dass Minute für Minute auf die Plattform hochgeladen werde. Zudem sei die Zahl der sogenannten Creators, die jährlich mindestens fünfstellige Werbeerlöse über die Plattform generiere, zuletzt um 40 Prozent gewachsen.