chartwoche.de

US-Charts: Lil Wayne geht voran

In den US-Longplaycharts übernimmt Lil Wayne nach der ersten Verkaufswoche seines Albums "Funeral" sofort die Tabellenführung. Für den Rapper aus New Orleans ist dies hier schon der fünfte Spitzenreiter und das zwölfte Top-10-Album seiner Karriere.

10.02.2020 14:16 • von Frank Medwedeff
Feste Größe der US-HipHop-Szene: Lil Wayne (Bild: Republic Records)

"Funeral", das neue Album von Lil Wayne, debütiert in den US-Longplaycharts direkt auf der Pole Position. Anhand der Auswertung der aktuellen Erhebungswoche (bis inklusive 6. Februar) von Nielsen Music/MRC Data kommt das Werk auf insgesamt 139.000 sogenannte Equivalent Album Units. Eingerechnete 134 Millionen Streams der Tracks des Albums machen dabei allein 99.000 Einheiten aus. Darüber hinaus zählten die Chartsermittler 38.000 Albumverkäufe (physisch und digital zusammen), wobei hier laut "Billboard" Angebote im Verbund mit Konzertkarten oder Merchandise-Artikeln von Lil Wayne erheblich zu Buche schlugen. Das Gesamtresultat Lil Waynes ergänzen rund 2000 Units aus Downloads der Tracks des Longplayers.

Der aus New Orleans stammende Rapper kann sich über das fünfte Nummer-eins-Album seiner Karriere in den Billboard 200 freuen. Ganz oben stand Lil Wayne hier zum ersten Mal 2008 mit Tha Carter III". Danach triumphierte er auch mit I Am Not A Human Being" (2010), Tha Carter IV" (2011) sowie 2018 mit Tha Carter V". "Funeral" ist zudem schon das zwölfte Top-10-Album des 37-jährigen Künstlers und Labelbetreibers. Auch "Funeral" veröffentlichte Lil Wayne auf seinem selbst gegründeten Label Young Money über Republic Records/Universal Music.

Lil Wayne schiebt Roddy Ricch und dessen "Please Excuse Me For Being Antisocial" (86.000 Wocheneinheiten) auf Rang zwei. Auch Eminem muss mit Music To Be Murdered By" (69.000 Units) eine Stufe nach unten nehmen und ist jetzt Dritter der Tabelle. Dabei konnte er nach der Veröffentlichung des Albums auf CD zu Beginn der aktuellen Erhebungswoche die Zahl der verkauften Kopien um 55 Prozent gegenüber der Vorwoche auf 22.000 steigern.

Der Rapper, Sänger und Produzent Russ entert die US-Longplayhitliste mittels 65.000 Chartseinheiten von "Shake The Snow Globe" an vierter Stelle. Das Gros machten 39.000 Albumverkäufe aus, wobei sich auch hier - wie bei Lil Wayne und allen drei weiteren Neuzugängen in den Top 10 - Bündelangebote mit Konzerttickets und Merchandisingprodukten nach "Billboard"-Angaben deutlich auswirkten.

Platz fünf hat weiterhin Post Malones Hollywood's Bleeding" (55.000 Einheiten) inne, während Billie Eilishs When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" (52.000) um drei Positionen nach unten abdriftet auf die Sechs. Kesha greift mit "High Road" neu auf Platz sieben ins Geschehen ein (45.000 Einheiten, davon 35.000 Albumverkäufe). Halsey gleitet hingegen mit ihrem Longplayer Manic" (43.000 Units) von Rang vier der Vorwoche auf acht ab.

Wiederum zwei Neueinsteiger komplettieren die Top 10: Auf Platz neun taucht dabei Louis Tomlinson auf: Sein Solodebüt Walls" kommt auf 39.000 Wocheneinheiten, davon 35.000 Albumverkäufe. Der Brite wurde als Mitglied der Boygroup One Direction bekannt, die in den USA vier Alben auf Platz eins brachte. Alle Mitglieder der Formation haben mittlerweile Soloalben in den US-Charts platziert, vor Tomlinson auch Zayn, Harry Styles und Niall Horan (allesamt mit eigenen Spitzenreitern) sowie Liam Payne, der indes im Dezember 2019 mit Platz 111 für seine LP1" vorliebnehmen musste.

Yo Gotti kommt anhand von 35.000 Einheiten für "Untrapped" in der Startwoche auf Rang zehn in den US-amerikanischen Longplaycharts an.