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Charts KW 07: Tarek K.I.Z. und Joker Bra & Vize siegen

In den Top 100 Longplay schnellt Tarek K.I.Z., bekannt als Mitglied des Berliner HipHop-Trios K.I.Z., mit seinem ersten Soloalbum, "Golem", sofort an die Tabellenspitze. Und von null auf eins bei den Singles gelangt der Track "Baby" von Joker Bra & Vize. Joker Bra ist dabei ein Alter Ego von Capital Bra, der schon seinen 20. Nummer-eins-Hit landet.

07.02.2020 16:18 • von Frank Medwedeff
Nun auch als Solokünstler erfolgreich: Tarek K.I.Z. (Bild: Gerngross Glowinski)

In den Top 100 Longplay schnellt Tarek K.I.Z. mit seinem ersten Soloalbum, Golem", sofort an die Tabellenspitze - einem weitgehend eher düsteren und melancholischen Werk, auf dem der Rapper Themen wie häusliche Gewalt oder Drogensucht behandelt. Tarek Ebéné, so der bürgerliche Name des Künstlers, wurde bekannt als Mitglied des Berliner HipHop-Trios K.I.Z., mit dem er auch schon einmal die deutsche Albumhitliste anführte - 2015 mit Hurra die Welt geht unter".

Eminem verbessert sich mit Music To Be Murdered By" vom vierten auf den zweiten Platz, nachdem das zunächst nur digital veröffentlichte Album jetzt auch auf CD erschienen ist. Neuzugang auf Position drei ist Zeig dich!", der neue Longplayer der Band BRDigung, die in ihrer Musik Punk, Rock und Metal zusammenbringt.

Für Sarah Connors Herz Kraft Werke" (einschließlich Herz Kraft Werke Live") geht es um zwei Plätze aufwärts auf vier. Neu gelistet auf Rang fünf ist das Album Aaliyah" von der Rapperin Schwesta Ewa, die derzeit eine Haftstrafe absitzt, getrennt von ihrer einjährigen Tochter, deren Name der Longplayer trägt.

Billie Eilish geht mit When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" um eine Rangstufe nach unten auf die Sechs. Die Rückkehr in die Top 10 schaffen derweil Giovanni Zarrella mit La Vita È Bella" (per Steigerung von zwölf auf sieben) sowie Kerstin Ott mit Ich muss dir was sagen" (von elf auf acht). Auf Rang neun findet sich die Nummer acht der Vorwoche, die Platte" von Apache 207. Der auf Rang zehn neu gelistete Konzertmitschnitt Live From London" erinnert an den vor fast exakt neun Jahren verstorbenen nordirischen Gitarristen und Sänger Gary Moore.

Die finnische Band Lordi, die 2006 als erste Hardrockband den Eurovision Song Contest gewann, platziert ihren Longplayer Killection" ad hoc auf Platz 13. Nächster Neuzugang ist dann auf Rang 21 Walls", das erste Soloalbum von One-Direction-Mitglied Louis Tomlinson. Im oberen Drittel debütieren zudem noch The Last Knight" von der österreichischen Symphonic-Metal-Combo Serenity (Platt 25) sowie Working Title" von Nathan Gray, dem Sänger von Boysetsfire (29).

Universal Music bleibt mit 42,3 Prozent Marktanteil in der aktuellen Erhebungswoche die Nummer eins der Vertriebsfirmen. Sony Music belegt den zweiten Rang mit 20,0 Prozent. Warner Music (17,9 Prozent) und Believe/GoodToGo (14,3 Prozent) folgen in Reichweite auf den Positionen drei und vier. Platz fünf hat SPV (1,9 Prozent) inne.

In der deutschen Singleshitliste geht das Stück Baby" von Joker Bra & Vize von null auf eins. Joker Bra ist dabei ein Alter Ego von Vladislav Balovatsky alias Capital Bra, der nun binnen drei Jahren 20 Nummer-eins-Hits in den Top 100 Singles gelandet hat. Das mit ihm hier kollaborierende Duo Vize, bestehend aus dem DJ Mario Fiebiger und dem Produzenten Vitali Zestovskih, hat schon den Nummer 1 Award der Offziellen Deutschen Charts für "Baby" in Empfang genommen.

The Weeknd behält mit Blinding Lights" den zweiten Platz im Singlesklassement. Neuzugang auf drei ist Samras Mon Ami".

Die Nummer eins der vergangenen beiden Wochen, Kein Wort" von Juju & Loredana, nimmt nun die vierte Stelle ein. Unverändert auf der Fünf rangiert Dance Monkey" von Tones & I.

Zwei weitere Neueinsteiger finden sich immerhin noch in den Top 20: 554" von Shindy auf Rang zwölf sowie Godzilla", Eminems Kollaboration mit seinem inzwischen verstorbenen US-HipHop-Kollegen Juice Wrld (16).

55,5 Prozent Wochenanteil weisen Universal Music auch im Singlesbereich als dominante Vertriebsfirma aus. Sony Music folgt mit 26,3 Prozent vor Warner Music (11,2 Prozent), Believe/GoodToGo (3,5 Prozent) sowie Empire Distribution (1,4 Prozent).

Bei den Compilations dominieren die Schlagerchampions 2020" in der vierten Woche nacheinander die Szenerie. Auch nicht von der Stelle rühren sich Bravo - The Hits 2019" (Platz zwei) und Karneval der Stars 49" (drei).

Die Club Sounds 80s" entern das Terrain auf der vierten Position, und mit der Zusammenstellung Fetenhits - NDW Maxi Classics - Best Of" auf der Acht taucht noch ein Neuankömmling gleich in den Top 10 auf.