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Die Ärzte erwirken einstweilige Verfügung gegen Viagogo

Auf gemeinsames Betreiben der Ärzte, ihres Tourneeveranstalters Kiki Ressler von KKT und dem Ticketanbieter OPM hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo erlassen.

05.02.2020 14:58 • von Dietmar Schwenger
Wehren sich gegen Viagogo: Die Ärzte (Bild: Jörg Steinmetz)

Auf gemeinsames Betreiben der Ärzte, ihres Tourneeveranstalters Kiki Ressler von KKT und dem Ticketanbieter OPM hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo erlassen. Viagogo wurde darin gerichtlich unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten verboten, unzutreffende Originalpreise bei Verkaufsangeboten für Tickets der Band zu behaupten.

"Die Nachfrage nach Tickets für die kommende Tournee der Ärzte war sogar noch größer als erwartet", sagt Ressler. "Wir haben allerdings Vorkehrungen zur Bekämpfung des Schwarzmarkthandels mit überteuerten Tickets getroffen, zum Beispiel die Personalisierung der Tickets und ein Weiterverkaufsverbot zu Aufpreisen von über 25 Prozent des auf der Karte aufgedruckten Preises."

Der KKT-Chef erläutert: "Angesichts der falschen und oft horrenden Ticketpreise auf Viagogo war ein schnelles Vorgehen gegen diesen Anbieter jetzt aber erforderlich. Andere Verfahren gegen den Anbieter zeigen, dass es einen langen Atem braucht, um gerichtliche Erfolge durchzusetzen. Wir appellieren daher schon jetzt an alle Fans, derartige Angebote zu überteuerten Preisen zu ignorieren."

Zur Bekämpfung des Ticketschwarzmarktes auch auf anderen Plattformen haben Ressler und die Ärzte zudem die hierauf spezialisierte Kanzlei Schütz Rechtsanwälte beauftragt.