chartwoche.de

Charts KW 06: Mono Inc. vor Vanessa Mai im Ziel

Einen laut GfK Entertainment "bis zuletzt spannenden Zweikampf" um die Pole Position der Top 100 Longplay entscheidet die Hamburger Rockband Mono Inc. mit "The Book Of Fire" für sich und verweist Vanessa Mai und deren Album "Für immer" auf den zweiten Platz. Bei den Singles behaupten Juju & Loredana die Tabellenführung mit ihrer Kollaboration "Kein Wort".

31.01.2020 16:03 • von Frank Medwedeff
Bedanken sich bei Fans und Partnern für ihre erste Nummer eins: Mono Inc. (Bild: NoCut_SPV)

Mono Inc. eilen in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts mit The Book Of Fire" direkt an die Spitze des Feldes. Die Hamburger Rockband steht damit erstmals ganz oben, nachdem sie zuvor im Lauf ihrer Karriere schon neun Alben in die Hitliste brachte und dabei 2018 mit Welcome To Hell" immerhin bereits eine Nummer zwei landete.

Mono Inc.-Sänger Martin Engler verlautet im Namen der Band: "20 Jahre Kampf gegen Windmühlen, 20 Jahre David gegen Goliath! 20 Jahre nach Gründung der Band unser erstes Nummer-eins-Album. Danke! Danke an die treuesten Fans da draußen und dieses kleine, aber so willensstarke Team um uns herum. Das ist eure #1!"

Mono Inc. haben sich in einem laut GfK Entertainment "bis zuletzt spannenden Zweikampf" mit Schlagersängerin Vanessa Mai durchgesetzt, deren neues Album Für immer" auf Rang zwei debütiert. Und auch der dritte und letzte Podiumsplatz gebührt einem Neuzugang, nämlich Hotspot" von den Pet Shop Boys.

Zwei Top-Stars aus den USA ergänzen die Top 5: Während Eminem mit Music To Be Murdered By" von zwei auf vier nach unten geht, schwingt sich Grammy-Abräumerin Billie Eilish mit When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" wieder von Position 14 auf fünf signifikant nach oben.

Sarah Connor steigt mit Herz Kraft Werke" (inklusive Herz Kraft Werke Live") um eine Position auf die sechs, während die Antilopen Gang mit Abbruch Abbruch" neu auf Rang sieben der amtlichen Albumrangliste auftaucht. Apache 207 verbessert sich mit der Platte"- EP von neun auf acht, wohingegen Raf Camoras anscheindend seinen Zenit" überschritten hat (runter von vier auf neun, "Zenit RR" eingerechnet). Nach der ersten Verkaufswoche auf Platz zehn kommt "Mode", das umfangreiche Box-Set von Depeche Mode zum 40-jährigen Bandjubiläum.

Retrogott & Hulk Hodn stellen mit ihren Betrachtungen über Land und Leute" auf Position 19 das nächste neu gelistete Werk. Bohren & Der Club Of Gore reihen sich mit Patchouli Blue" auf Rang 21 ein - direkt vor Annihilator und Ballistic, Sadistic". Rocklegende John Fogerty kommt mit der Konzertaufnahme 50 Year Trip: Live At Red Rocks" auf Position 25 an.

In der Vertriebsrangliste im Longplay-Segment reichen Universal Music diesmal 35,6 Prozent Marktanteil zum Wochensieg. Sony Music erreicht 24,0 Prozent und damit Rang zwei - vor Warner Music (15,9 Prozent), Believe/GoodToGo (12,9 Prozent) sowie SPV: Die Hannoveraner Plattenfirma schafft es dank Mono Inc. mit 8,7 Prozent auf den fünften Platz.

In den Top 100 Singles bleibt Kein Wort", die Kollaboration der Rapperinnen Juju & Loredana, die Nummer eins. The Weeknd rückt mit Blinding Lights" von drei auf zwei vor. 187-Strassenbande-Rapper Gzuz stärkt sich mit Donuts" - so der Titel seiner neuen Solosingle - und ist damit höchster Neueinsteiger der Woche auf Positon drei.

Zu Ende" heißt der neue gemeinsame Track von Samra & Elif, die damit indes einen Anfang in den Charts auf Position vier machen und Tones & I und deren Dance Monkey" um eine Stelle zurückversetzen auf die Fünf.

Erfolgreiche Kommunikation" betreiben die Rapper Eno & Nimo: Ihr so benanntes gemeinsames Stück entert die Top 100 Singles an sechster Stelle. Apache 207 gleitet mit seinem Roller" derweil von Rang fünf der Vorwoche auf sieben ab. Alie Gatie, Sänger, Rapper und Songwriter aus Kanada mit irakischen Wurzeln, patziert den Titel What If I Told You That I Love You" auf Anhieb auf Platz acht. Ans untere Ende der Top 10 rutschen Dardans 6AM" (von sechs auf neun) sowie Big Drip" von Ufo361 feat. Future (von zwei auf zehn).

In der Distributorenauswertung zu den Singlescharts behauptet sich Universal Music per Wochenanteil von 52,3 Prozent mit absoluter Mehrheit an der Spitze. Sony Music ist auch hier die Nummer zwei (26,9 Prozent). Warner Music kommt mit 13,2 Prozent ebenfalls noch auf einen zweistelligen Wert vor dem Komma. Believe/Good To Go (5,1 Pozent) und Kontor/Edel (1,3 Prozent) ergänzen die Top 5.

An Schlagerchampions 2020 - Das große Fest der Besten" kommt in den Top 30 Compilations in der dritten Woche in Folge kein Konkurrent vorbei. Auf Rang zwei stehen bleibt der vorige Tabellenprimus Bravo - The Hits 2019". während sich Karneval der Stars 49" von fünf auf drei verbessern kann.

Den einzigen Neueinstieg unter den ersten Zehn legt die Zusammenstellung Unsere Hits 2020" aus dem Hause Telamo im Vertrieb von Warner Music auf Rang sieben hin.

Universal Music beherrscht hier die Distributorenrangliste mit 63,1 Prozent Marktanteil auch in dieser Woche souverän. Warner Music (13,6 Prozent) verweist Sony Music (12,2 Prozent) auf den dritten Platz. Und Pavement Records sichert sich Rang vier (4,1 Prozent) vor Kontor/Edel (3,8 Prozent).