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Spotify und Warner Chappell Music legen Streit in Indien bei

Ein Lizenzstreit zwischen Spotify und dem Musikverlag Warner Chappell überschattete den Markteintritt des Streamingdienstes in Indien. Nach fast einem Jahr haben sich beide Seiten nun geeinigt - kurz vor der anstehenden Verhandlung.

14.01.2020 10:58 • von
Showdown abgeblasen: Kurz vor einer anstehenden Verhandlung haben sich Spotify und Warner Chappell Music auf einen internationalen Lizenzvertrag einigen können, der auch Indien mit abdeckt. (Bild: Spotify)

Ein Lizenzstreit zwischen Spotify und dem Musikverlag Warner Chappell überschattete Ende Februar 2019 den Markteintritt des Streamingdienstes in Indien. Nach fast einem Jahr haben sich beide Seiten nun geeinigt.

Nach Informationen aus dem Hause Warner Music haben die Spotify-Betreiber und die Warner-Chappell-Musikverleger einen Lizenzdeal für zahlreiche Territorien unterzeichnet, der auch den indischen Markt abdeckt. Deshalb hätten beide Parteien das zuständige Gericht in Bombay ersucht, das laufende Verfahren einzustellen. Das ist nun auch geschehen - kurz vor der anstehenden Verhandlung.

Man sei glücklich über diese Entwicklung, lässt ein Sprecher von Warner Chappell Music wissen: "Dieser neue Deal garantiert eine angemessene Wertschätzung der Musik unserer Songwriter und erweitert unsere Lizenzpartnerschaft mit Spotify auch um Indien."

Als Wachstumsmarkt übt Indien mit seinen rund 1,3 Milliarden Einwohnern und der nach China zweitgrößten Bevölkerung der Welt eine hohe Anziehungskraft auf Streamingdienste aus. Am 26. Februar 2019 startete Spotify seinen Streamingdienst in Indien. Allein in der ersten Woche habe man eine Million Anmeldungen gezählt, ließ der Konzern wenig später wissen, bereits Ende April kam man auf zwei Millionen Nutzer. Kurz nach Spotify lancierte auch Google sein Angebot YouTube Music dort. Zuvor waren bereits die internationalen Anbieter Apple Music und Amazon Prime Music sowie die lokalen Streamingdienste Gaana und JioSaavn aktiv.