Livebiz

Dr. Motte will neue Techno-Parade in Berlin

In Berlin forderte Matthias Roeingh alias Dr. Motte die Anerkennung der elektronischen Tanzmusikkultur als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Eine neue Parade in Berlin soll dann einen offiziell anerkannten Feiertag begleiten.

13.01.2020 15:29 • von Dietmar Schwenger
Macht sich für elektronische Musik stark: Dr. Motte (Bild: Petrov Ahner)

Bei einer Pressekonferenz in Berlin forderte Matthias Roeingh alias Dr am 13. Januar 2020 die Anerkennung der elektronischen Tanzmusikkultur als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Eine neue Parade in Berlin soll dann unter dem Motto "Rave The Planet" einen offiziell anerkannten Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur begleiten.

Die Finanzierung dieser Ziele wollen Dr. Motte und sein Partner Quirin Graf Adelmann über das sogenannte Fundraving erreichen: Ab dem 13. Januar steht im ehemaligen Tresor-Garten, der heutigen Mall of Berlin, ein Modell der zunächst leeren Straße des 17. Juni im Maßstab 1:87 mit einer Gesamtlänge von 48 Metern. Vor Ort und über einen Online-Spendenshop können Unterstützer verschiedene Miniatur-Raver-Figuren spenden, die auf dem Fundraving-Modell Platz finden sollen.

Auf diese Weise sollen 1,5 Millionen Figuren aufgestellt werden, die dann das öffentliche Interesse für elektronische Tanzmusik, die Clubkultur, die Erlangung des Status Immaterielles Kulturerbe und die neue Parade samt Feiertag in Berlin bekunden sollen. "Durch die Spenden wird eine finanzielle Unabhängigkeit von Sponsoren erreicht, die die werbefreie Durchführung der Parade ermöglicht", heißt es aus Berlin.

1989 gehörte Dr. Motte zu den Gründern der Loveparade in Berlin. Später wurden die Rechte an dem Techno-Umzug Loveparade jedoch an die Fitnesskette McFit verkauft. Nach der Katastrophe in Duisburg im Jahr 2010 fand die Loveparade nicht mehr statt.