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Charts KW 52: Kollegah verdrängt Robbie Williams

Rapper Kollegah stößt mit "Alphagene II" das Weihnachtsalbum von Robbie Williams vom Thron der deutschen Longplaycharts und hat hier nun seinen achten Spitzenreiter auf dem Konto. Bei den Singles rückt Tones And I mit "Dance Monkey" wieder ganz nach vorn und verbringt die insgesamt neunte Woche auf der Pole Position. Ansonsten stellen hier Weihnachtssongs ein Fünftel der Top 100.

20.12.2019 15:50 • von Frank Medwedeff

Kollegah brettert sich mit dem Album Alphagene II" in den deutschen Longplaycharts von null auf eins. Er hat hier nunmehr acht Nummer-eins-Alben auf dem Konto, davon drei in Kollaboration mit Farid Bang. Der umstrittene Deutschrapstar verdrängt Robbie Williams und dessen The Christmas Present" auf den zweiten Platz. Sarah Connor verbessert sich mit Herz Kraft Werke" um eine Stelle auf Treppchenplatz drei.

Um jeweils zwei Positionen nach oben rücken Max Raabe und das Palast Orchester mit ihrer MTV Unplugged"-Aufnahme (von sechs auf vier) sowie Leonard Cohens posthumer Gruß aus dem Singer/Songwriter-Olymp, Thanks For The Dance" (von sieben auf fünf).

Die Toten Hosen klettern mit Alles ohne Strom" um vier Stellen auf die Sechs, und Kerstin Ott macht mit Ich muss dir was sagen" einen Sprung von elf auf sieben. Ebenfalls die Rückkehr in die Top Ten schaffen der Soundtrack Die Eiskönigin 2 - Frozen 2" (per Steigerung von zwölf auf acht), Johannes Oerdings Konturen" (von 15 auf neun) sowie Coldplays Everday Life" (von 13 auf zehn).

Außer Kollegah finden sich lediglich noch zwei Neueinsteiger im oberen Drittel der Top 100: Harry Styles, berühmt geworden mit der Boygroup One Direction, platziert sein zweites Soloalbum Fine Line" auf Position 14, und auf Rang 22 debütiert 47" von Rapper Fero47.

Universal Music ist mit einem Marktanteil von 41,1 Prozent top in der Rangliste der Vertriebsfirmen zu den Longplaycharts. Sony Music rangiert in dieser Woche auf Platz zwei mit 28,0 Prozent vor Warner Music (14,6 Prozent). Tonpool bringt es dank Kollegah auf 12,6 Prozent und somit Platz vier. An fünfter Stelle folgt Believe/GoodToGo (2,1 Prozent).

In den Top 100 Singles kehrt Tones And I nach Rang drei in der Vorwoche mit ihrem Überflieger Dance Monkey" wieder an die Spitze zurück und verbringt hier insgesamt die neunte Woche als Tabellenführerin. Apache 207 fährt seinen Roller" von Rang vier auf zwei, so dass Nimo & Hava mit Kein Schlaf" von eins auf drei fallen.

Auch für Samra und dessen Colt" geht es um zwei Stellen nach unten auf die Vier. Mariah Careys All I Want For Christmas Is You" klettert zum Fest hin wenig überraschend von sieben auf fünf. Insgesamt stellen Weihnachtssongs ein Fünftel der Top 100, wie GfK Entertainment bestätigt. In den Top 10 steht dabei noch Last Christmas" von Wham! auf der Sechs. Auch die nächsthöchsten Weihnachtstitel sind bewährte Saisonhits wie Chris Reas Driving Home For Christmas" (Rang 18) oder Wonderful Dream (Holidays Are Coming)" von Melanie Thornton (22).

In der Distributorenwertung zu den Singlescharts liegt Universal Music anhand von 43,9 Prozent Marktanteil vorn, indes stark bedrängt durch Sony Music (40,4 Prozent). Warner Music kommt auf 10,3 Prozent. Es folgen Believe/GoodToGo (4,0 Prozent) sowie Kontor/Edel (1,3 Prozent).

Bravo - The Hits 2019" bleibt dominant in den Top 30 Compilations, und auch auf Rang zwei steht weiterhin Die ultimative Chart Show - Die erfolgreichsten Hits 2019". Die Bravo Hits 107" verbessern sich wieder um eine Position auf die Drei.

Höchster Neuzugang der Woche ist auf Rang zehn die Schlagerkopplung Bääärenstark!!! 2020 - Die Erste".

Das Vertriebsranking im Segment Compilations beherrscht Universal Music mit 63,5 Prozent Marktanteil eindeutig. Sony Music rangiert auf dem zweiten Platz (23,7 Prozent). Die Top 5 komplettieren Warner Music (10,4 Prozent), Pavement Records (1,2 Prozent) sowie 375 Media (1,0 Prozent).