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Jahresauswertung: Universal Music auch 2019 vorn

Mit Erfolgen von Künstlern wie Rammstein, Sarah Connor oder Capital Bra baut Marktführer Universal Music im Jahr 2019 die eigene Vormachtstellung aus. Warner Music lässt derweil bei den Chartsanteilen Sony Music hinter sich. Der Indie-Anteil sank deutlich.

19.12.2019 11:45 • von
- (Bild: Fotos: Nina Kuhn, Laurence Chaperon; Screenshot: MusikWoche)

Mit Erfolgen von Künstlern wie Rammstein, Sarah Connor oder Capital Bra baut Marktführer Universal Music im Jahr 2019 die eigene Vormachtstellung aus. Warner Music lässt derweil bei den Chartsanteilen Sony Music hinter sich.

Mit 48,58 Prozent führt Universal Music klar und unangefochten die Jahresauswertung bei den Chartsanteilen im Longplaysegment an. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum kann der Weltmarktführer in Deutschland sogar noch einmal zulegen, denn 2018 kam das Team von Frank Briegmann nur auf 45,20 Prozent.

»Mit Rammstein, Sarah Connor und Herbert Grönemeyer gehen drei der ersten vier Plätze der Album-Jahrescharts an Universal-Music-Künstler, genauso wie die Spitzenposition in sechs der vergangenen sieben Jahre - davon übrigens fünfmal an Helene Fischer«, sagt Frank Briegmann, CEO & President Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon. » Auch bei den Plätzen fünf bis zehn belegen mit AnnenMayKantereit, Volbeat und Capital Bra drei weitere unserer Domestic Acts die Top 10. Mit Juju feat. Henning May, Billie Eilish, Shawn Mendes & Camila Cabello sowie zweimal Capital Bra & Samra kommt jede zweite Single in den Top10 der Jahrescharts von Universal Music. Das ist ein grandioses Ergebnis, zu dem ich allen Beteiligten und in erster Linie unseren fantastischen Künstlerinnen und Künstlern gratuliere.«

Darüber hinaus sei Capital Bra derjenige Künstler mit den meisten Top-100-Hits überhaupt in diesem Jahr, analysiert Briegmann. »Insgesamt standen Universal-Music-Acts in 2019 ganze 22 Wochen an der Spitze der Albumcharts; bei den Singlescharts waren es 29 Wochen. Dieses Ergebnis beweist einmal mehr die Klasse unserer Inhalte und die Vertriebspower unseres Netzwerks auf allen Kanälen. Ich freue mich schon jetzt auf unsere Highlights im kommenden Jahr.«

Mit 21,20 Prozent schiebt sich Warner Music vor Sony Music mit 19,45 Prozent. Im Vorjahr war die Reihenfolge noch andersherum: 2018 lagen die Münchner mit 19,96 Prozent vor den Hamburgern mit damals 18,56 Prozent.

Rechnet man die Anteile der drei Majors zusammen, so kommt man im Longplaysegment auf 89,23 Prozent - das sind rund sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, als Universal, Sony und Warner Music noch 83,72 Prozent hielten. Entsprechend hat sich der Anteil des Indie-Repertoires von 16,28 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 10,77 Prozent verringert. Bestplatzierter Indie ist die Believe-Familie, die allerdings von 11,16 Prozent auf 7,32 Prozent abrutscht. Mit deutlichem Abstand folgen dahinter Tonpool (0,97 Prozent) und Kontor New Media/Edel (0,94 Prozent).

Mehr zu den Jahrescharts 2019, zur Jahresauswertung 2019 und zur Auswertung des vergangenen Jahrzehnts lesen MusikWoche-Abonnenten in MusikWoche, Vol. 52/2019_01/2020 oder im E-Paper.

Text: Dietmar Schwenger