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ICE und TikTok streben Schlichtung an

Im Sommer hatten die TikTok-Betreiber die britische Schiedsstelle für Lizenzstreitigkeiten angerufen, um einen Zwist mit PRS, STIM und GEMA und deren Plattform ICE zu klären. Nun versuchen die Parteien zunächst, den Zwist über ein Schlichtungsverfahren zu lösen.

11.12.2019 14:10 • von
"Jede Sekunde zählt", wirbt TikTok auf seinen Onlineseiten, doch im Lizenzstreit zwischen der Videoplattform und den Verwertungsgesellschaften geht es nun zunächst zum Schlichter (Bild: tiktok.com, Screenshot)

Im Sommer hatten die Betreiber des TikTok-Netzwerks in Großbritannien die Schiedsstelle für Urheberrechts- und Lizenzstreitigkeiten angerufen, um einen Zwist um Tantiemen mit PRS, STIM und GEMA und deren Plattform ICE zu klären. Nun versuchen die Parteien zunächst aber, den Zwist über ein Schlichtungsverfahren zu lösen, und lassen das Verfahren ruhen.

Den Schritt, von dem zunächst das britische Fachmagazin "Musicweek" berichtete, bestätigt das Copyright Tribunal, als britische Schiedsstelle für Urheberrechts- und Lizenzstreitigkeiten quasi das Gegenstück zum Deutschen Patent- und Markenamt, mit einem knappen Schreiben auf seinen Onlineseiten (pdf).

In der Auseinandersetzung geht es um Lizenzfragen. Schließlich spielt Musik für die Kurzvideo-Plattform TikTok eine bedeutende Rolle. "Die TikTok-Plattform ist nicht lizenziert, und wir bei ICE sind enttäuscht, dass bislang keine Einigung über die Nutzung der Millionen von Musikwerken der von uns vertretenen Songwriter, Komponisten und Verleger erzielt werden konnte", bestätigte ein ICE-Sprecher Mitte Juli auf Nachfrage von MusikWoche. Die TikTok-Macher von der Beijing ByteDance Technology spielten hingegen die Promotion-Karte: TikTok sei eine "spannende Möglichkeit", Songs und aufstrebende Künstler einem breiten und vielschichtigen Publikum zu präsentieren und somit zu etablieren. Zudem holten sie mit Jörn Radloff einen zuvor für die GEMA und ICE tätigen Anwalt an Bord.