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Byrd & Ward gewannen bei Dein Song für eine Welt!

Beim Finale des Song Contests Dein Song für eine Welt!, das am 4. Dezember im BaseCamp in Bonn über die Bühne ging, setzten sich Byrd & Ward mit dem Song »Molotov zum Blumenstrauß« als Gewinner durch.

05.12.2019 16:49 • von Jonas Kiß
Feierten in Bonn: die Gewinner, Coaches und die Jury des Wettbewerbs (Bild: Thomas Kölsch, Engagement Global)

Beim Finale des Song Contests Dein Song für eine Welt!, das am 4. Dezember im BaseCamp in Bonn über die Bühne ging, setzten sich Byrd & Ward als Gewinner durch. Das Duo aus dem saarländischen Neunkirchen trat mit dem Song »Molotov zum Blumenstrauß« an.

Ausgewählt hat die Sieger eine Jury, die aus dem Kabarettisten und Musikproduzenten Dave Davis, der Moderatorin Jessica Schöne, dem ehemaligen Song-Contest-Gewinner André Fischer sowie den Journalistinnen Katrin Frey und Polina Boyko bestand.

Mitte Oktober standen bereits die Top 5 fest. In die Endrunde schafften es Alina aus Süddeutschland und Mika aus Norddeutschland mit ihrem gemeinsamen Song »Mutter Erde« und Die Totenköpfe, eine Kinder-Rockband aus Berlin, mit dem Titel »Kinder dieser Welt!« sowie die Schwestern Jamilah und Hadaya mit dem Song »Mein Körper gehört mir!« und Volcanic King ZW aus Simbabwe mit »Kuchema Kwedu« (»Unser Schrei«). Auf Platz zwei landeten Die Totenköpfe, während Alina und Mika Rang belegten.

Den Siegern Byrd & Ward winkt als Hauptpreis die professionelle Produktion eines Musikvideos zu ihrem erstplatzierten Song. Außerdem begleitet das Lied die neunte Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspoltik 2019/20 als Hymne. Für Platz zwei und drei gibt es zusätzlich zu einer Studioproduktion ein Preisgeld von 2000 beziehungsweise 1000 Euro.

Der Song Contest, der von En­gagement Global - Service Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt wird, ging 2019 bereits in die dritte Runde. Entstanden ist der Song Contest 2015 als Teil des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik »Alle für eine Welt«. In diesem Jahr gingen bis zum 25. Juni rund 500 musikalische Beiträge von über 2500 Kindern aus aller Welt ein. Mitmachen konnten Solokünstler, Bands, Musik-AGs oder Chöre. Die jungen Songwriter sollten zwischen zehn und 25 Jahren alt sein und eigene Songs zu entwicklungspolitischen Themen komponieren und texten. Inhaltlich sollte es dabei um Ängste, Hoffnungen, Wünsche oder Ideen für eine gemeinsame Zukunft gehen.

Im August hatte eine Jury bereits eine Vorauswahl getroffen, aus der im Oktober von der Hauptjury neben den fünf besten Songs auch die Gewinner der Sonderpreise »Afrika«, »Lateinamerika« und »Bestes Video« sowie 20 Songs für das Album »Songs für eine Welt Vol. 3« und die Anerkennungspreise gewählt wurden. Die Jury setzte sich aus prominenten Paten sowie aus Experten aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Musikpädagogik und nachhaltige Entwicklung zusammen.

Mit dabei waren unter anderem die Musiker Jamie-Lee Kriewitz, Don Cali von Culcha Candela oder Arne Müller und Sebastian Tomaszewski von Banda Internationale sowie Klaus Schilling (Bundeskoordinator UNESCO-Projektschulen), Frank Schneider (Verband Deutscher Musikschulen) und Camilla Hildebrandt (Projektleitung Deutsche Welle Akademie Lateinamerika).

Die beiden Sonderpreise legten einen besonderen Fokus auf die Vielfalt Lateinamerikas und des afrikanischen Kontinents. Bei den Songs wirkten Beteiligte aus den entsprechenden Regionen mit. So entschied sich die Jury beim Afrika-Sonderpreis für The Elites aus Malawi und ihren Song »Love And Unity«. Den Lateinamerika-Sonderpreis sicherten sich die Columbia Caritas mit dem Stück »Caminos De Esperanza«. Die Gewinner können sich jeweils über ein Preisgeld von 3000 Euro freuen. In der Kategorie »Bestes Video« setzte sich die Formation Ants In The Pants aus Haan mit »Hey, steh auf« durch. Bereits im August ging der Publikumspreis im Rahmen eines dreiwöchigen User-Votings an die Band Elas e o Jairo aus Brasilien mit ihrem Song »Só De Nós«.

Für das Album »Songs für eine Welt Vol. 3« werden die 23 besten Songs professionell aufgenommen, veröffentlicht und vermarktet. Am 18. Juni 2020 findet dann als Abschluss des gesamten Projekts das Eine Welt Festival statt. Dort präsentieren sich die Bands und Solokünstler mit ihren musikalischen Werken live vor Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft.

Die Paten wirkten bei der Jurysitzung mit oder unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei den Studioaufnahmen. In welcher Form sie sich bei dem Projekt einbringen, wurde individuell besprochen. Vor dem Auftritt in Bonn erhielten die Finalisten von den musikalischen Paten des Wettbewerbs sowie von weiteren professionellen Musikern und Medienexperten ein umfangreiches Coaching. Beim Finale spielten die Bands ihre Lieder erstmals live vor rund 150 geladenen Gästen. An dem von Johann Klum moderierten Abend versammelten sich Familien und Bekannte der Künster, Kinder und Jugendliche von umliegenden Schulen und Musikschulen sowie Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und von Engagement Global.

Bei der Begrüßung der Mitglieder der Hauptjury des Song Contests sagte Dirk Schwenzfeier, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: »Wir haben nur eine Welt und tragen hierfür gemeinsam Verantwortung, jede und jeder in seinem Bereich. Die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 - der Weltzukunftsvertrag - sind nur zu erfüllen, wenn alle mitziehen. Deshalb ist der Song Contest so wichtig, weil er junge Menschen dazu motiviert, sich aktiv für die Erreichung dieser Ziele einzusetzen.«