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UK-Charts: Coldplay bauen Siegesserie aus

Coldplay bringen auch ihr achtes Studioalbum, "Everyday Life", an die Spitze der britischen Longplaycharts. Die Band um Sänger Chris Martin kommt vor Robbie Williams und dessen Weihnachtsalbum ins Ziel. Bei den Singles ist "Dance Monkey" von Tones And I nun der Hit mit den meisten Wochen auf Platz eins in diesem Jahr.

02.12.2019 15:28 • von Frank Medwedeff
Vom Erfolg verwöhnt: Coldplay (Bild: Tim Saccenti)

In den UK-Longplaycharts übernehmen Coldplay nach der ersten Verkaufswoche ihres achten Studioalbums Everyday Life" sofort die Tabellenführung. Die Official Charts Company (OCC) registrierte 81.000 Chartseinheiten für die Band um Sänger Chris Martin, die eine bemerkenswerte Serie fortsetzt. Denn auch alle sieben vorherigen Studiolongplayer von Coldplay standen auf dem britischen Chartsgipfel - von Parachutes" anno 2000 über A Rush Of Blood To The Head" (2002), X&Y"(2005), Viva La Vida Or Death And All His Friends" (2008), Mylo Xyloto" (2011) und Ghost Stories" (2014) bis A Head Full Of Dreams" (2015).

Besser als "Everday Life" starteten in diesem Jahr nur zwei Alben, wie die OCC bestätigt: Ed Sheerans No 6 Collaborations Project" mit 125.000 Einheiten in der der ersten Woche sowie Lewis Capaldis Divinely Uninspired To A Hellish Extent" (90.000).

Coldplay geschlagen gegeben muss sich selbst Robbie Williams, dessen Weihnachtsdoppelalbum The Christmas Present" anhand von 67.000 kombinierten Verkäufen (inklusive Streams) auf Rang zwei debütiert. Der ehemalige Take-That-Sänger hat im britischen Heimatmarkt nun schon 15 Sololongplayer (inklusive zwei Samplern und einem Livealbum) immer auf einen der ersten beiden Plätze gebracht: zwölf auf Rang eins und drei (einschließlich des Weihnachtsalbums) auf den zweiten Platz. Bemerkenswert ist zudem, dass fast 10.000 Kopien von "The Christmas Present" als Musikkassette im Vereinigten Königreich abgesetzt wurden - das höchste Wochenergebnis für dieses Tonträgerformat seit der Compilation "Now That's What I Call Music! 52" im Juli 2002.

Dritter Neuzugang auf dem Podest ist Rod Stewart mit "You're In My Heart" mit dem Royal Philharmonic Orchestra auf Rang drei - für den Rockstar schon das 36. Top-10-Album im Vereinigten Königreich, wie die OCC-Statistik ausweist.

Lewis Capaldi verweilt mit "Divinely Unispired To A Hellish Extent" auf der vierten Position, während Michal Ball & Alfie Boe mit "Back Together" um zwei Stellen sinken auf die Fünf. Neueinsteiger sind auf Rang sechs André Rieu und sein Johan Strauss Orchestra mit Happy Days" und auf sieben Leonard Cohens posthumer Songzyklus Thanks For The Dance".

Auf Platz acht findet sich der Spitzenreiter der vergangenen Woche, Spectrum" von Westlife. Neuzugang auf neun ist "Bing At Christmas" mit der Originalstimme von Bing Crosby und neu arrangierter Begleitmusik durch das London Symphony Orchestra.

Ed Sheerans "No. 6 Collaborations Project" sinkt derweil von Platz sechs der Vorwoche auf zehn.

In den britischen Singles-Charts ist Dance Monkey" von Tones And I nun 2019 der Hit mit der längsten Verweildauer auf Platz eins, nämlich neun Wochen. Toni Watson alias Tones And I überholt damit Ed Sheerans für acht Wochen an der Spitze geführte Kooperation mit Justin Bieber, I Don't Care". Und nur zwei Frauen überhaupt landeten noch langlebigere Nummer-eins-Hits als die Australierin: Rihanna mit Umbrella" (mit Jay-Z als Partner) und Whitney Houston mit I Will Always Love You" verbrachten jeweils zehn Wochen auf dem UK-Singlescharts-Thron.

Lewis Capaldi springt mit Before You Go" von Rang 19 auf zwei. Höchster neu gelisteter Titel der Woche ist auf dem dritten Platz Own It", eine Kollaboration von Stormzy mit Ed Sheeran und Burna Boy. Um je zwei Plätze abwärts geht es somit für Dua Lipas Don't Start Now" (von zwei auf vier) und Billie Eilishs Everything I Wanted" (von drei auf fünf).

Die einzigen weiteren Top-10-Titel mit aufsteigender Tendenz sind Roxanne" von Arizona Zervas (von zehn auf sieben) sowie die dem Songtitel zum Trotz von Rang 22 auf zehn verbesserte Nummer "Down Like That", eine gemeinsame Aufnahme von KSI, Rick Ross, Lil Baby und S-X.

Die OCC hat zudem ihre Regeln für die Compilation-Charts geändert: Hier zählen nun auch Streams mit, sofern es sich um Kopplungen mit bislang unveröffentlichtem Songmaterial handelt. Von der neuen Regelung profitiert unter anderem der Frozen 2"-Soundtrack, der in der britischen Compilationhitliste von Rang sieben auf zwei steigt.

Nicht gewertet werden Streams nach wie vor für Compilations, die vollständig aus schon veröffentlichten Titeln bestehen - wie die Hitkopplungen der erwähnten "Now That's What I Call Music!"-Reihe.