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Traumton brannte zum 30. Geburtstag ein Feuerwerk mit Shake Stew ab

Mit 120 Gästen und einem Releasekonzert von Shake Stew feierte das Team von Traumton am 19. November im Berliner Club Gretchen das 30-jährige Bestehen des unabhängigen Labels.

21.11.2019 16:05 • von Jonas Kiß
Feierten im Berliner Gretchen (von links): Wolfgang Loos (Traumton), Bernd Rohde (Indigo), Stefanie Marcus (Traumton), Jörg Heidemann (VUT), Nikel Pallat (Indigo), Martin Tilschner (The Orchard) und Martin Schaefer (Boehmert & Boehmert) (Bild: Traumton)

Mit 120 Gästen wie Musikern, Medienpartner und Verbündeten feierte das Team von Traumton am 19. November 2019 im Berliner Club Gretchen das 30-jährige Bestehen des unabhängigen Labels aus Berlin-Spandau. Dort präsentierte die österreichische Band Shake Stew anschließend ihr drittes Studioalbum, "Gris Gris", mit einem zweistündigen Releasekonzert vor einem erweiterten Publikum.

"Der Club war gut besucht, die Stimmung bestens, und Shake Stew haben zwei Stunden lang ihr Feuerwerk abgefahren", berichtet Stefanie Marcus, die bei Traumton für das Repertoire verantwortlich ist. Sie erinnert zudem an die Anfänge des Labels: "In einem Überschwang von optimistischem Idealismus stand der Name Traumton 1989 für die Idee, zu tun, wovon man immer geträumt hat. Das war - und ist bis heute - im wahrsten Sinne des Wortes 'independent': es ging und geht um die Freiheit, den eigene Ideen und Vorstellungen zu folgen und sie umzusetzen."

Seit der Gründung hat Traumton mehr als 300 Alben veröffentlicht. Zu den Acts der ersten Stunde gehörten der Vokal-Künstler Theo Bleckmann, der Vibraphonist David Friedman oder die amerikanisch-schweizerische Gesamtkünstlerin Erika Stucky. Viele Jazzmusiker wie Frederik Köster, Jonas Burgwinkel, Sebastian Sternal, das Lisbeth Quartett und das Melt Trio starteten ihre Karriere bei Traumton. Die Künstler von Traumton erhielten zahlreiche Preisen wie den Echo Jazz, den Neuen Deutschen Jazzpreis und den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Multiinstrumentalist und Komponist Wolfgang Loos prägt bis heute als Tonmeister und Produzent den Klang der Traumton-Produktionen. Marcus und Loos sehen ihr Label inzwischen "als eine profilierte Marke im Bereich Jazz, Weltmusik und Singer/Songwriter. Die Traumton-Veröffentlichungen zeichne "das Außergewöhnliche, der Rand, das Wagnis und ein ausgeprägter Sinn für starke und individuelle Künstlerpersönlichkeiten" aus.

"Von jeher haben wir die Zusammenarbeit mit Künstlern und Projekten gesucht, die ihrerseits eine eigenständige musikalische Sprache entwickeln und künstlerische Perspektiven mitbringen", sagt Stefanie Marcus. "Wir schätzen originelle Ideen und Individualität, Experimentierfreude und Risikobereitschaft, auch wenn sie sich mit den Forderungen des Marktes schwer vertragen, ihrer Zeit voraus laufen oder einfach nur ein bißchen verrückt sind. Im unserem variablen Studio, einem ehemaligen Ballsaal aus den zwanziger Jahren, können wir Ideen und Projekte von unterschiedlichster Art gezielt umsetzen."