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Sony Classical feiert fünfte Grammy-Nominierung

Die Nominierten für die 62. Grammy-Preisverleihung im Januar 2020 stehen fest. Unter den Nominierten finden sich mit Apparat, Christian Thielemann, Yuja Wang und Robert Russ auch deutsche Projekte, Produzenten oder Künstler. Hinzu kommen internationale Acts, die bei deutschen Plattenfirmen unter Vertrag stehen.

20.11.2019 16:34 • von Jonas Kiß
Erhielt 2018 einen Grammy: Robert Russ (Bild: Sony Classical)

Am 26. Januar geht im Staples Center in Los Angeles die 62. Grammy-Preisverleihung über die Bühne. Die Veranstalter von der Recording Academy haben nun die Liste der Nominierten für die 84 Kategorien bekanntgegeben.

Newcomerin Lizzo kommt auf acht Nennungen und hat damit unter den Kandidaten die Nase vorn. Auf jeweils sechs Nominierungen kommen Billie Eilish und Rapper Lil Nas X. Alle drei Nachwuchskünstler sind zum ersten Mal unter den Grammy-Nominees. Je fünfmal nominiert sind zudem Ariana Grande, H.E.R. and Finneas O'Connell.

Unter den Kandidaten finden sich mit Apparat, Christian Thielemann und Robert Russ auch deutsche Künstler und Projekte. So geht Techno-Produzent Apparat in der Kategorie "Best Dance/Electronic Album" mit seinem Longplayer LP5" ins Rennen. Für den "Best Score Soundtrack For Visual Media" ist die Komponistin Hildur Guðnadóttir mit ihrem Soundtrack zur HBO-Serie Chernobyl" nominiert. Erst kürzlich unterschrieb sie einen Exklusivvertrag beim Universal-Music-Label Deutsche Grammophon.

Der von Christian Thielemann dirigierte "Lohengrin" mit dem Festspielorchester Bayreuth und den Interpreten Piotr Beczala, Anja Harteros, Tomasz Konieczny, Waltraud Meier und Georg Zeppenfeld befindet sich unter den Kandidaten der Kategorie "Best Opera Recording". Die AUfnahme erschien ebenfalls bei der Deutschen Grammophon. Eine drittes Album aus dem Hause Deutsche Grammophon ist "The Berlin Recital", mit dem die Pianistin Yuja Wang in der Sparte "Best Classical Instrumental Solo" antritt.

Bereits auf die fünfte Nominierung innerhalb von vier Jahren in der Kategorie "Best Historical Album" kommt derweil bei Sony Classical Produzent Robert Russ, der dabei 2018 auch als Sieger hervorging. Russ kann hier nun zusammen mit Andreas K. Meyer und Jennifer Nulsen für die Zusammenstellung "The Great Comeback - Horowitz at Carnegie Hall" auf einen weiteren Preis hoffen.

"Fünf Grammy-Nominierungen für 'Best Historical Album' in vier Jahren, darunter der Gewinn in 2018, zeigen, dass der hohe Anspruch, den wir an uns selbst und unsere Katalogveröffentlichungen stellen, im größten Musikmarkt der Welt nicht nur wahrgenommen, sondern auch genreübergreifend geschätzt wird", freut sich Robert Russ, Vice President Strategic Marketing Sony Classical International: "Das macht in meinen Augen die Kategorie Best Historical Album bei den Grammys auch so besonders, dass hier Pop und Klassik, Blues und Jazz gleichberechtigt aufeinandertreffen und in diesem Jahr unsere Edition 'The Great Comeback - Horowitz at Carnegie Hall' auf Pete Seeger und das Woodstock Festival trifft."

Update: Hinzu kommen schließlich internationale Künstler, die bei deutschen Plattenfirmen angedockt sind. Hier greift Universal Music zum Beispiel mit Lewis Capaldi ins Grammy-Geschehen ein. Der schottische Sänger wurde bei Vertigo/Capitol hierzulande unter Vertrag genommen und kommt mit "Someone You Loved" auf eine Nominierung in der Kategorie "Song Of The Year". Ähnlich ist es beim italienischen Meduza-Projekt, dessen Hit "Piece Of Your Heart" als ein Kandidat in der Sparte "Best Dance Recording" nominiert ist, und hier bei Virgin Records unter Vertrag steht.