Handel

Beschäftigung in der britischen Musikbranche erreicht neuen Höchststand

2018 trug die gesamte Musikindustrie 5,2 Milliarden Pfund zur Wirtschaft in Großbritannien bei. Die Beschäftigung in der Branche erreichte mit 190.935 Arbeitsplätzen einen neuen Höchstand.

20.11.2019 15:10 • von Jonas Kiß
Zahlen der britischen Musikwirtschaft: Die Musikszene steuerte 2018 rund 5,2 Milliarden Pfund zum Bruttosozialprodukt des Landes bei, 2,7 Milliarden Pfund stammen aus Exporteinnahmen (Bild: ukmusic.org, Studie "Music by Numbers", Screenshot)

2018 trug die gesamte Musikindustrie 5,2 Milliarden Pfund oder umgerechnet 6 Milliarden Euro zur Wirtschaft in Großbritannien bei. Die Beschäftigung in der Branche erreichte mit 190.935 Arbeitsplätzen einen neuen Höchstand. Das geht aus der Studie "Music by Numbers" des Dachverbands UK Music (pdf) für das Jahr 2018 hervor.

Die Einnahmen aller Kreativen - von Autoren und Komponisten über Produzenten bis hin zu ausführenden Musikern - stellt dabei mit 2,5 Milliarden Pfund fast die Hälfte des Beitrags zur Bruttowertschöpfung der britischen Musikindustrie dar. Der Live-Sektor war 2018 mit einem Beitrag von 1,1 Milliarden Pfund ebenfalls stark, während das Geschäft mit Recorded Music hier 568 Millionen Pfund einbrachte.

Die britischen Exporteinnahmen in Sachen Musik beliefen sich 2018 auf 2,7 Milliarden Pfund. Bei den Exporten nahm das Geschäft mit Recorded Music 478 Millionen Pfund ein und der Bereich Publishing steuerte 618 Millionen Pfund zu den Gesamtexporteinnahmen von 2,7 Milliarden Pfund bei.

Der Musiktourismus trug 4,5 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft bei, was einem Plus von zwölf Prozent gegenüber vier Milliarden Pfund im Jahr 2017 entspricht. Kein Vorjahresvergleichswert gibt es in der neu eingeführten Sparte Einzelhandel, die 2018 für 402 Millionen Pfund der Bruttowertschöpfung sorgte und 24 Millionen Pfund an Exporten verbuchte.

"Wie dieser Bericht zeigt, ist Musik ein äußerst erfolgreicher britischer Export im Wert von 2,7 Milliarden Pfund pro Jahr, und wir müssen zusammenarbeiten, um diesen Erfolg fortzusetzen", erklärt die britische Kulturministerin Nicky Morgan im Vorwort des Berichts.

"Wir wissen, dass es auch für die Musikindustrie einige spezifische Herausforderungen gibt. Vom Schutz des geistigen Eigentums über den Schutz des Grassroots-Sektors bis hin zum Ausbau der Talentförderung wird das Department for Digital, Culture, Media and Sports weiterhin mit UK Music zusammenarbeiten, damit die Musikindustrie dieses Landes wachsen und gedeihen kann."