chartwoche.de

Charts KW 47: Gipfelpremiere von Johannes Oerding

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts landet Johannes Oerding mit "Konturen" seinen ersten Spitzenreiter und verweist Summer Cem und Marius Müller-Westernhagen auf die Plätze. Chartsregentin bei den Singles bleibt Tones And I.

15.11.2019 16:33 • von Frank Medwedeff
Hält endlich einen Nummer 1 Award in der Hand: Johannes Oerding (Bild: Sony Music)

Nachdem Johannes Oerding nach Platz vier für sein Album Für immer ab jetzt" (2013) mit Rang drei für Alles brennt" (2015) und Position zwei für Kreise" (2017) schon Stufe für Stufe nach oben in den deutschen Longplaycharts nahm, macht er nun konsequenterweise den entscheidenden letzten Schritt: Konturen", das neue Album des Sängers und Songschreibers, debütiert gleich auf dem Chartsgipfel und ist die erste Nummer eins des Wahl-Hamburgers, der dafür auch schon den Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts bekommen hat.

Hinter Oerding finden sich weitere Neueinsteiger auf dem Podium ein: Rapper Summer Cem kommt mit Nur noch nice" auf Rang zwei an. Und für Marius Müller-Westernhagen hat sich Das Pfefferminz-Experiment" gelohnt. Die in Woodstock im US-Bundesstaat New York erfolgte Neueinspielung der Songs seines 1978er Durchbruchalbums Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" mit namhaften amerikanischen Musikern wie Bob Dylans einstigem Gitarristen Larry Campbell setzt sich auf den dritten Rang.

Zwei österreichische Rapper ergänzen die Top 5: Vorwochensieger Raf Camora belegt mit Zenit" Position vier; und Yung Hurn schwingt sich mit Y" von null auf fünf.

Als Wiedereinsteiger gelangen Nick Cave And The Bad Seeds auf Rang sechs, nachdem ihr Album Ghosteen" jetzt auch in physischer Form erhältlich ist. Neuzugang auf Rang sieben ist Legacy Of The Dark Lands" von Blind Guardian's Twilight Orchestra. Kerstin Otts Ich muss dir was sagen" rutscht von zwei auf acht. Max Herre katapultiert sich mit Athen" aus dem Stand bis auf die neunte Stelle. Apache 207, letzte Woche noch Sechster der Albumhitliste, rangiert mit seiner EP Platte" nun am Ende der Top 10.

Blue Eyed Soul" zelebrieren Simply Red mit dem Einzug auf Rang elf. Die Rolling Stones rocken sich mit "Bridges To Buenos Aires", einem Konzertmitschnitt aus der argentinischen Hauptstadt aus dem Jahre 1998, ohne Umweg auf Rang 15. Und mit The Repentless Killogy" von Slayer schließt sich unmittelbar dahinter eine weitere Liveaufnahme an, die eine Show der Thrash-Metal-Helden von 2017 im kalifornischen Inglewood dokumentiert.

Die norwegische Black-Metal-Combo Mayhem kommt mit Daemon" auf Platz 18 an und Rapper Johnny Diggson gibt mit World Diggson" seinen Einstand in der Longplayhitliste auf der 19.

Universal Music liegt mit 37,9 Prozent im Distributorenranking im Longplaybereich vorn. Warner Music beheuptet mit 23,9 Prozent Rang zwei gegenüber Sony Music (22,7 Prozent). Believe/GoodToGo findet sich mit 13,4 Prozent auf vier, und Nova Media reichen 1,1 Prozent, um Position fünf zu erobern.

Die australische Sängerin Tones And I verbringt derweil bei den Singles mit Dance Monkey" die sechste Woche auf der Spitzenposition. Insgesamt steht der Song nun schon 13 Wochen in den Top 100. Wenig Bewegung herrscht hier auch auf den folgenden Rängen. Apache 207 verharrt mit Roller" auf Platz zwei, und sein Song Wieso tust du dir das an?" verweilt weiterhin auf der Nummer drei. Nimo verhält sich mit Karma" ebenso statisch auf Rang vier. Mit 200 km/h" prescht Apache 207 vom sechsten auf den fünften Platz vor und ist damit nun mit drei Titeln in den Top 5 vertreten.

Einen Platz bergab auf die Sechs geht es für Capital Bra, Samra & Lea und ihren Notruf 110". Auf Position sieben landet wiederum Apache 207 mit Doch in der Nacht" den höchsten Neueinsteiger der Woche. Insgesamt kommt der Rapper damit auf neun Titel in den aktuellen Top 100. Nicht vom Fleck kommt Regard mit Ride It" auf Platz acht. Zweithöchster Neueinsteiger ist Kafa Leyla" von Brado & Mero auf der Neun, während Rin & Bausa mit Keine Liebe" vom siebten auf den zehnten Rang rutschen.

In der Konzernwertung rangiert Universal Music bei den Singles mit 37,1 Prozent vor Sony Music mit 35,9 Prozent. Mit etwas Abstand folgt Warner Music mit 13,6 Prozent. Leicht bergab geht es für Believe/GoodToGo von 10,3 auf 10 Prozent, während Kontor/Edel weiterhin auf 1,5 Prozent kommen.

Einen "Bravo Hits"-internen Stabwechsel gibt es bei den Compilations zu beobachten: Die Jahresretrospektive Bravo - The Hits 2019" übernimmt sofort die Führung und verdrängt die Bravo Hits 107" auf den zweiten Rang. "Schlager 2019 - Die Hits des Jahres" bleibt auf Listenplatz drei stehen.

Future Trance 90" ist zweithöchster Neuzugang der Woche auf Position fünf. Und mit den Club Sounds Vol 91" schafft es eine weitere Dance- und Elektronik-Kopplung in die Top 10, nämlich auf Rang sieben.

Universal Music sichert sich vor allem dank der auf dessen Label Polystar veröffentlichten "Bravo Hits"-Jahresausgabe die Führung und mit 50,2 Prozent Marktanteil sogar die absolute Mehrheit in der Vertreibsfirmenwertung zu den Top 30 Compilations. Sony Music kommt hier auf 27,9 Prozent, Warner Music auf 12,2 Prozent, Pavement Records auf 5,4 Prozent und Kontor/Edel auf 1,9 Prozent.