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Hamburg verlieh den Music WorX Gründerpreis

Mit den deutschen Start-ups Ununu und Tunecity sowie der schwedischen Firma GigsGuide stehen die Sieger des Music WorX Gründerpreises 2019 fest. Die Hamburger Veranstalter hatten das Förderprogramm erstmals für Bewerber aus ganz Europa geöffnet.

13.11.2019 16:38 • von
Ausgezeichnet: die Preisträger des Music WorX Gründerpreises 2019 von ups Ununu, GigsGuide und Tunecity (Bild: Selim Sudheimer)

Mit den deutschen Start-ups Ununu und Tunecity sowie der schwedischen Firma GigsGuide stehen die Sieger des Music WorX Gründerpreises 2019 fest. Die Hamburger Veranstalter hatten das Förderprogramm erstmals für Bewerber aus ganz Europa geöffnet.

Der Förderpreis der Freien und Hansestadt Hamburg für junge und innovative Unternehmen aus der Musikwirtschaft wurde am 12. November im Rahmen des Music WorX Pitch vergeben. Der mit 5000 Euro dotierte Hauptpreis ging an Ununu. Das Gründerteam um Stefan Karl, Andre Angkasa und Shresth Agrawal habe "die siebenköpfige Fachjury mit dem Konzept eines Open Source Blockchain-basierten Protokolls" überzeugt, "das über die Standardisierung von Urheberrechtsdaten eine nahtlose, transparente und sichere Abwicklung von Rechtsansprüchen bei Musikproduktionen" ermöglichen soll. Ununu gewann zudem auch den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis.

Den zweiten Preis in Höhe von 2000 Euro, gestiftet von The Orchard, sicherte sich das schwedische Start-up GigsGuide, das über eine Onlineplattform Reisenden helfen will, Musikveranstaltungen in der Nähe ihres Reiseziels zu finden. Ein weiterer Preis ging an Tunecity. Das Hamburger Start-up darf seine App bei der von der GSMA und dem Sónar Festival in Barcelona durchgeführten xside-Konferenz vor internationalen Branchenvertretern präsentieren.

"Ebenso wie andere Branchen befindet sich auch die Musikindustrie vollständig im Transformationsprozess sämtlicher Geschäftszweige ins Digitale", weiß Egbert Rühl als Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft. "Mit dem Music Worx Accelerator bringen wir auch 2019 zukunftsfähige Modelle nach Hamburg, die hier fruchtbar wirken können."

Als Hamburgs Senator für Kultur und Medien sieht Carsten Brosda die Öffnung des Förderprogramm Music WorX für Bewerber aus ganz Europa als wichtigen Schritt, "um der internationalen Ausrichtung der Musikbranche und der Musikszene in Hamburg gerecht zu werden." Die internationale Ausrichtung sei "ein typisches Merkmal der Musikbranche" und in Zeiten der Digitalisierung "längst mehr Regel als Ausnahme": "Die am diesjährigen Music WorX Accelerator beteiligten Gründerteams verdeutlichen, welche Bedeutung internationale Zusammenarbeit in einer sich ständig verändernden und mobilen Arbeitswelt hat."

Im Rahmen des seit 2014 veranstalteten Programms Music WorX Accelerator zeichnete die Hansestadt bereits Unternehmen wie Groovecat, Fanvestory oder Noys VR aus.