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Live Music Accelerator Berlin präsentierte Ergebnisse

Am 6. November stellte das Förderprojekt Live Music Accelerator Berlin (LMAB) Ergebnisse ihrer Datenanalyse vor. Demnach konnten Künstler, die am LMAB-Programm teilnahmen, im Durchschnitt knapp drei mal mehr Event-Zusagen verbuchen.

08.11.2019 13:58 • von Jonas Kiß
Luden im Anschluss an das LMAB-Panel zur Reception mit Freigetränken (von links): Janina Klabes (Markenmanagment I'm Sound), Marcus Fitzgerald (CEO gigmit, Projektleitung Live Music Accelerator Berlin), Miriam Schlüter (Director Marketing Ticketmaster), Elena Bentzinger (Vermarktung und Markenführung I'm Sound) und Steffen Rudnik (Head of Content gigmit, Live Music Accelerator Berlin) (Bild: MusikWoche)

Im Rahmen der Most Wanted: Music Konferenz stellte das Förderprojekt Live Music Accelerator Berlin (LMAB) am 6. November 2019 in Berlin Ergebnisse seiner Datenanalyse vor.

Die Präsentation fand bei einem Panel unter dem Motto "Mit Daten Events ausverkaufen? - Ein Erfahrungsbericht" statt. Dabei diskutierten Miriam Schlüter (Director Marketing Ticketmaster Deutschland), Stefan Schumacher (LMAB-Teilnehmer mit der Berliner Agentur All Rooms), Marcus Fitzgerald (CEO gigmit und Projektleiter LMAB) und Steffen Rudnik (Head of Content gigmit und LMAB ) vor rund 120 Konferenz-Besuchern in der voll besetzten Kuppel der Berliner Münze.

"Wir haben aus eigener Erfahrung immer proklamiert, dass effizientes Digitalmarketing die große Chance für kleine Bands und Clubs ist", erklärte LMAB-Projektleiter Marcus Fitzgerald: "Die konkreten Zahlen des Projekts belegen jetzt, dass wir Recht hatten. Ich gehedavon aus, dass sich der Erfolg für die Teilnehmer in den nächsten Jahren noch potenzieren wird."

Laut den vorgestellten Projektergebnissen konnten Künstler, die am LMAB-Programm teilnahmen, im Durchschnitt knapp drei mal mehr Event-Zusagen verbuchen. Bei den Events der Veranstalter mit LMAB-Förderung gab es durchschnittlich 1,5 mal mehr Event-Zusagen und ein knapp drei mal höheres Interesse als bei Veranstaltungen außerhalb des Förderprojektes.

Zuvor hatte die Förderinitiative LMAB ein Jahr lang 59 Berliner Agenturen, Live-Acts, Clubs und Festivals in Digitalmarketing fortgebildet und jeweils zwischen 100 und 2000 Euro Werbebudget bereitgestellt, um Konzertwerbung und damit die Livemusik-Landschaft nachhaltiger zu machen. Teilgenommen haben Künstler wie Alex St Joan, Marie Chain und Ben Barritt sowie Veranstalter wie Le Festival Berlin, das Immergut Festival oder der Club Cassiopeia. Insgesamt wurden im Projektzeitraum 18.000 Euro in Marketingmaßnahmen investiert und 33.400 Tickets verkauft, wovon 50 Prozent über Online-Vorverkauf abgewickelt wurden.

Als Hauptsponsor des von gigmit initiierten Projekts engagiert sich Ticketmaster. Zu den Unterstützern des LMAB zählen außerdem Shure, FluxFM, die Clubcommission Berlin, die Berlin Music Commission und Berlin Sessions. LMAB wird kofinanziert aus den Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) im Programm "Innovationspotenzial der Kultur stärken" (INP II) der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Die Lehrinhalte der LMAB Workshops stehen für Interessierte als White Paper online zur Verfügung.