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Amsterdam Dance Event steigert Besucherzahlen um 17,3 Prozent

Zur 24. Ausgabe des Amsterdam Dance Events kamen vom 16. bis 20. Oktober 9150 Fachbesucher. Das ist nach 7800 Delegierten im Vorjahr eine Steigerung von 17,3 Prozent.

22.10.2019 14:34 • von Dietmar Schwenger
Viele, aber nicht alle ADE-Fachbesucher trafen sich hier: das DeLaMar Theater in Amsterdam (Bild: MusikWoche)

Zur 24. Ausgabe des Amsterdam Dance Events kamen vom 16. bis 20. Oktober 2019 insgesamt 9150 Fachbesucher. Das ist nach 7800 Delegierten im Vorjahr eine Steigerung von 17,3 Prozent. 600 Branchenrepräsentanten waren als Keynote Speaker, Panelisten oder Teilnehmer von Workshops und Masterclasses beteiligt. Der Branchentreff für elektronische Musik bot über 1000 Veranstaltungen in rund 200 verschiedenen Locations in der ganzen Stadt an. Das Clubprogramm besuchten 400.000 Besucher aus knapp 150 Ländern.

"Wir hatten ein unglaublich vielfältiges Angebot in den vergangenen fünf Tagen - mit einem besonderen Fokus auf künstlerischen und technologischen Innovationen, auf Künstleraufbau und Inklusivität", sagt Director Mariana Sanchotene, die 2019 die Nachfolge von Richard Zijlma angetreten ist. "Unser Ziel war es bei der Qualität zu wachsen, nicht so sehr bei der Quantität. Wir bemühen uns immer, die Programmtiefe zu erweitern und ich denke, dass ist uns gelungen.Wir freuen uns nun auf unser 25-jähriges Jubiläum im Jahr 2020 und gehen dem mit frischem Mut und Inspiration entgegen."

Zu den besonderen Projekten beim diesjährigen ADE gehörten Programmpunkte, die 100 Jahre elektronische Musikinstrumente feierten - unter anderem mit einem neugegründeten Museum of Modern Instruments (MoMI) im Kulturzentrum De Brakke Grond. Zusätzlich gab es Kooperationen mit dem Milkshake Festival und der Spielstätte Paradiso, die beim ADE das Programm "For All Who Love" präsentierten. Darüber hinaus gab es ein neues ADE Zen Space in der Waalse Kirche, in der ein ausverkauftes, sogenanntes Sleep Concert mit Meditationen und besonderen audiovisuellen Installationen über die Bühne ging.

Das gesamte Kulturprogramm erstreckte sich über mehr als 40 Orte in der Amsterdamer Metropolregion - unter anderem Kunstfort Vijfhuizen, ICK ZuidOost, Het HEM, Lab111, OSCAM und die Noorderkerk. Frankreich war das Partnerland des ADE in Amsterdam vertreten, aber auch China, Kanada und Japan erhielten von den ADE-Machern in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Künstleraufbau und Bildung waren die Themen beim ADE Sound Lab Programm, bei der ADE University, der Beats Academy und dem ersten ADE Writers Camp.

Unter dem Namen ADE Live fanden im Paradiso und im Melkweg besondere Newcomer-Shows statt. Gewinner bei einem Wettbewerb für Tech-Start-ups war die amerikanische Firma Audionamix, und während der Subkonferenz ADE Green unterschrieben zahlreiche europäische Festivals wie Lollapalooza Berlin, Eurosonic Noorderslag oder Roskilde einen Klimavertrag, dem zufolge sie bis 2025 komplett mit wiederverwendbaren Energien und Materialien arbeiten wollen. Unter dem Namen ADE Hangover stieg am Sonntag im Norden der Stadt wieder ein kostenloses City Festival.