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Charts KW 43: Kummer freut sich über Spitzenplatz

Kraftklub-Sänger Felix Kummer erobert mit seinem Solodebüt "Kiox" aus dem Stand die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts. Bereits mit den drei Studioalben von Kraftklub landete er jeweils auf der Pole Position.

18.10.2019 16:27 • von Jonas Kiß
Hat Grund zur Freude: Felix Kummer (Bild: Hotel Rocco)

Kraftklub-Sänger Felix Kummer erobert mit seinem Solodebüt Kiox" aus dem Stand die Spitze der Offiziellen Deutschen -Charts. Bereits mit den drei Studioalben von Kraftklub landete er jeweils auf der Pole Position: mit Mit K" 2012, In Schwarz" 2014 und Keine Nacht für Niemand" 2017. "Kiox" erscheint auf dem Label Eklat Records im Vertrieb von Universal-Music.

Die Veröffentlichung des Albums wurde von einem außergewöhnlichen Vertriebskonzept begleitet. Zu kaufen gab es das physische Album nur in einem für drei Tage geöffneten Pop-up Store in Chemnitz und über den von Krasser Stoff betriebenen Kiox Online Shop, während es im Streaming und als Download normal erhältlich war. 22.000 LPs, CDs und MusiCassetten wurden so laut Unternehmensangaben abgesetzt. In dem Pop-up Store stand Felix Kummerzudem selbst mit hinter der Theke und spielte auf dem Dach des Ladens ein kleines Konzert vor immerhin rund 2000 Fans.

In der Longplayliste verdrängt Felix Kummer die Vorwochenspitzenreiter Capital Bra & Samra mit Berlin lebt 2" auf Position zwei, während Seeed und ihr Comeback-Album "Bam Bam" vom zweiten auf den dritten Platz rutschen.

Sarah Connor klettert mit Herz Kraft Werke" von Rang sieben auf vier und zählt damit inzwischen bereits die 20. Woche in der Hitliste. Dahinter folgt mit Live im Tempodrom" von Element Of Crime auf Position fünf ein weiterer Neueinsteiger. Für die Band um Sänger Sven Regener bedeudet dies die nunmehr fünfte Platzierung in den Top 10 in Folge.

Jeweils einen Platz bergab geht es für die Beatles und "Abbey Road" (von fünf auf sechs) und Sido mit Ich & keine Maske" (von sechs auf sieben). Die Berliner Rockband Kadavar, die bereits seit 2013 bei Nuclear Blast unter Vertrag steht, landet mit For The Dead Travel Fast" ihren ersten Top-10-Erfolg, während die Kastelruther Spatzen mit "Feuervogel Flieg" von der Drei auf die Neun abstürzen.

Neu auf Rang zehn singt sich Opernstar Jonas Kaufmann mit seinem neuesten Werk "Wien", einer Sammlung mit Liedern aus und über die österreichische Hauptstadt.

Ein deutlich höherer Chartseinstieg als beim bis dato letzten Studioalbum gelingt zudem Leslie Mandoki mit den Mandoki Soulmates: Das Doppelalbum Living In The Gap + Hungarian Pictures" landet neu auf Platz 14, der zehn Jahre zuvor veröffentlichte Longplayer "Aquarelle" landete damals in der ersten Woche auf Position 53.

Nach Chartsanteilen baut Universal Music seinen Vorsprung im Longplaysegment in dieser Erhebungswoche auf nunmehr 59,9 Prozent sogar noch einmal weiter aus, gefolgt von Warner Music mit 16 Prozent und Sony Music mit 13,5 Prozent. Believe/GoodToGo kommt dahinter auf 5,3 Prozent und Kontor New Media/Edel auf 1,8 Prozent.

Tones And I mit Dance Monkey" verteidigt derweil die Spitze der Singlescharts, dicht gefolgt von Apache 2017, der mit Roller" vom dritten auf den zweiten Platz aufholt. Für die einstigen Spitzenreiter Capital Bra & Samra geht es mit 110" weiter bergab (von zwei auf drei), während sich Apache 207 mit 200 km/h" konstant auf Platz vier hält.

Als höchster Neuzugang bei den Singles erscheinen Raf Camora und Ghetto Phénomène mit ihrer Kollaboration Puta Madre" auf Position fünf. Statisch bleiben Sido & Apache 207 mit 2002" auf Platz sechs sowie The Cratez & Bonez MC mit Honda Civic" auf sieben.

Runter geht es für Berlin lebt wie nie zuvor" von Capital Bra & Samra (von fünf auf acht) und für Highest In The Room" von Travis Scott (von acht auf neun). Hoch" geht es im wahrsten Sinne des Wortes für die gleichnamige Single von Tim Bendzko, der damit von Rang 13 auf zehn aufsteigt.

In der Konzernwertung rangiert Universal Music bei den Singles mit 42,5 Prozent erneut deutlich vorn, gefolgt von Sony Music mit 28,8 Prozent und Warner Music mit 18,9 Prozent. Believe/GoodToGo legen auf 8,3 Prozent zu, während Kontor New Media/Edel weiterhin auf einen Prozentpunkt kommen.

Bei den Compilations stehen die Bravo Hits 107" in der dritten Woche in Folge auf dem ersten Platz. Dahinter klettern die Schlager Hits 2019" von Position vier aus zurück auf zwei, während es für "KuschelRock 33" von zwei auf drei geht, für die Bravo Hits 106" von drei auf vier und für Ich find Schlager toll - Herbst/Winter 2019/2020" von sechs herauf auf fünf.

Als höchster Neueinsteiger in die Top 30 Compilations findet sich die Zusammenstellung zum Opus Klassik, "Best Of Klassik 2019", auf Rang 15 - einen Platz besser als vor Jahresfrist, als das Album zum Klassikpreis des 2018er-Jahrgangs auf 16 einstieg.

Im Firmenranking macht Warner Music bei den Kopplungen mit 51,4 Prozent erneut das Rennen. Sony Music erreicht dahinter einen Chartsanteil von 26,2 Prozent, Universal Music kommt auf 16 Prozent, gefolgt von Kontor New Media/Edel mit5,5 Prozent und 375 Media mit 0,8 Prozent.