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Goodlive stellte neues Festival in München vor

Nun ist es offiziell: Am 5. und 6. September 2020 richtet Goodlive im Olympiapark München die erste Ausgabe des neuen Festivals Superbloom aus - und damit zeitgleich zu Lollapalooza Berlin. Goodlive und der gastgebende Olympiapark präsentierten Medien-, Geschäfts- und Sponsoringpartnern das Konzept dahinter.

08.10.2019 22:11 • von Dietmar Schwenger
Bei der Präsentation von Superbloom (von links): Thomas Resch, Steven Kruijff, Fruzsina Szep, Jule Kauert, Jens Winnemann und Tommy Nick (alle Goodlive) (Bild: MusikWoche)

Nun ist es offiziell: Am 5. und 6. September 2020 richtet Goodlive im Olympiapark München die erste Ausgabe des neuen Festivals Superbloom aus - und damit zeitgleich zu dem ebenfalls von Goodlive veranstalteten Lollapalooza Berlin. Die Festivalmacher und der gastgebende Olympiapark präsentierten am 8. Oktober 2019 eingeladenen Medien-, Geschäfts- und Sponsoringpartnern das Konzept dahinter. Im rotierenden Restaurant des Olympiaturms, 181 Meter über der Stadt, begrüßte zunächst Marion Schöne als Geschäftsführerin Olympiapark die Gäste.

"Wir freuen uns sehr über dieses neue Festival", sagte Schöne und bedankte sich bei Nils Hoch, Leiter Veranstaltungen und Vertrieb Olympiapark, für seine Arbeit, das neue Open-Air-Event nach München geholt zu haben. "Superbloom ergänzt die Rockfestivals, die bislang hier stattgefunden haben, perfekt. Während dort zu 80 Prozent männliche und schwarzgekleidete Festivalbesucher durch den Olympiapark zogen, erwarten wir jetzt analog zum Lollapalooza Berlin einen Anteil von 60 Prozent weiblichen Besuchern", so die Olympiapark-Chefin weiter.

Marion Schöne schlug dann den Bogen zur Festival Direktorin von Goodlive, Fruzsina Szep, deren ungarischer Nachname zu Deutsch "schön" heiße, weswegen jetzt "zwei Schwestern im Geist" am Erfolg der neuen Veranstaltung arbeiten würden. Anschließend ergriff Szep das Mikrophon, stellte das Goodlive-Team sowie die Projektleitung für Superbloom um Jule Kauert vor und zeigte einen Imagefilm, der das Festivalportfolio von Goodlive abdeckte - unter anderem mit Impressionen von Lollapalooza Berlin, Full Force, Splash, Melt und Wanderlust.

"Für uns ist eine große Ehre hier zu sein", formulierte Szep. "Wir wollen ein farbefrohes, buntes Festival sein - mit Farben, die zu München passen. Wir sind eben nicht die Berliner, die nach München kommen, um zu zeigen, wie ein Festival gemacht wird." Sie wolle mit Superbloom Kunst und Kultur verbinden, alt und jung ansprechen, offen sein für alle Menschen ungeachtet ihrer Religion, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung, betonte Fruzsina Szep in einer ihrer emotional-engagierten Reden, wie die Branche sie von ihr bei anderen Gelegenheiten kennt und schätzt.

So erläuterte Szep zunächst den Namen "Superbloom", ein in der Natur rares Phänomen, wenn Wildblumen gemeinsam blühen. "Das passt zu der Flora und Fauna des Olympiaparks", sagte die Festivalexpertin, die in ihrer Kindheit acht Jahre in München gelebt und im Olympiaschwimmbad ihr Seepferdchen gemacht habe, wie sie verriet. München sei deswegen für sie wie ein zweites Zuhause und sie freue sich deswegen besonders, hier nun ein besonderes Festival auszurichten.

Superbloom sei wie Lollapalooza ein "Stadtfestival" ohne Camping, von dem auch München profitiere, da die Besucher von außerhalb auch kämen, um die Stadt kennenzulernen. Entsprechend wichtig seien ihr Kooperationen mit lokalen Partnern und Institutionen. "Diese lokale Anbindung ist sehr wichtig und Lollapalooza Berlin hat gezeigt, wie gut das funktioniert." Dazu gehöre etwa die Zusammenarbeit mit regionalen NGOs und Start-ups etwa aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Fashion und Lifestyle.

Diese Bereiche seien ein wichtiger Bestandteil des Festivals, das auch auf Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit setze. Ähnlich wie bei Lollapalooza Berlin werde es zudem einen separaten Bereich für Kinder geben, mit Kinderbands, aber ohne technologisches Spielzeug, die kleinen Gäste sollten "analog" spielen. In ihrer eigenen Art sprach Szep auch davon, dass Festivals in dieser Welt ein Gemeinschaftsgefühlt schaffen könnten. "Viele halten uns für romantisch oder naiv - aber wir Festivalmacher sind so: Wir laufen auf Wolken und glauben an das Gute."

"Mit Superbloom bauen wir einen Garten, in dem jeder seinen Platz findet und in dem man positive Energien tanken kann. Wir wollen Erinnerungen schaffen, an die sich unsere Besucher noch in 20 oder 30 Jahren erinnern können." Dazu gehörten auch Performances auf dem Gelände, die die Besucher mit einbeziehen sollen. Sie und ihr gesamtes Team zeichne eine "Detailverliebtheit" aus. "Wir wollen Welten kreieren und erträumen - immer auf Augenhöhe mit unseren Besuchern."

Bands konnte die Festivalchefin indes noch nicht nennen. Sie bat um Geduld, verriet aber, dass Superbloom ein "genreübergreifendes, vielfältiges Programm von Pop/Rock, Singer/Songwriter, EDM und Volksmusik" bieten wolle. Das Programm am Festival-Samstag und -Sonntag solle bereits um 10 Uhr morgens beginnen und bis 22 oder 23 Uhr dauern.