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Brüggemann verspricht attraktive Neuheiten von Sony Classical

Beim Opus Klassik kann sich Sony Classical unter anderem auf Auszeichnungen für den Sänger und den Bestseller des Jahres freuen. Kein Wunder, dass Zwischenbilanz und Ausblick von Vice President Michael Brüggemann positiv ausfallen.

10.10.2019 10:55 • von Jonas Kiß
Präsentierten jüngst in Berlin eine Gesamteinspielung der Beethoven- Klaviersonaten (von links): Per Hauber (kurz danach aufgestiegen zum President of Sony Classical), Pianist Igor Levit, Moderator Alan Rusbridger, Bogdan Roscic (scheidender President Sony Classical International) und Michael Brüggemann (Vice President Sony Classical Germany) (Bild: Daniel Pasche)

Beim Opus Klassik kann sich Sony Classical unter anderem auf Auszeichnungen für den Sänger und den Bestseller des Jahres freuen. Kein Wunder, dass Zwischenbilanz und Ausblick positiv ausfallen.

»Wir sind mit dem bisherigen Verlauf des Klassik-Jahres sehr zufrieden«, fasst Michael Brüggemann zusammen, Vice President Sony Music Classical Germany. »Bei Sony Classical erschienen zahlreiche hochkarätige Neuheiten und Bestseller, darunter Sol Gabettas Schumann- Album, Khatia Buniatishvilis Neueinspielung von Schubert-Werken, die neuen Alben von Simone Kermes und Hauschka, "The World of Hans Zimmer" und natürlich das Neujahrskonzert.«

Aber auch die junge deutsche Cellistin Raphaela Gromes sei mit gleich zwei Alben hoch in den Klassikcharts gelangt, und für die anstehende Saison habe man »überaus attraktive Neuheiten« stellt Brüggemann in Aussicht: »Dass Igor Levit mit seiner Neueinspielung der Beethoven-Sonaten auf Platz 32 der deutschen Longplay-Charts einsteigt, ist sensationell, aber die Einspielung und seine Medienpräsenz sind es eben auch.« Bestseller ist laut Brüggemann das Neujahrskonzert 2019 der Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann, »das die Kritik zu den besten Neujahrskonzerten überhaupt zählte«.

Zum Opus Klassik freut sich der Manager über zahlreiche Preise, unter anderem für Christian Gerhaher als »Sänger des Jahres«, Igor Levit und Sol Gabetta als »Instrumentalisten des Jahres«, und Jonas Kaufmann als »Bestseller des Jahres«. Stolz sei man zudem bei der Deutschen Harmonia Mundi auf die Lauttencompagney als »Ensemble des Jahres« und eine »Operneinspielung des Jahres« für das Huelgas Ensemble. »Die CD erzielt im Gesamtmarkt noch immer den Hauptumsatz«, sagt Brüggemann.

»Auch Downloads spielen noch eine Rolle. Der Anteil von Streaming wächst Jahr für Jahr und ist eine tolle Möglichkeit, neue und jüngere Zielgruppen zu erreichen.« In den Bereichen Filmmusik, Klassik-Crossover und Neo-Klassik verzeichne man bereits gute Streaming-Erfolge, »im Bereich der traditionellen Klassik gibt es noch ein großes Potenzial im Streaming.«

Zum Saisongeschäft hat Brüggemann gleich mehrere Schwerpunkte im Programm: »Neben Igor Levits Beethoven ist bei Sony Classical sicherlich das "Wien" Album von Jonas Kaufmann der absolute Schwerpunkt der Saison, aber Martin Stadtfelds eigene Klavier-Bearbeitungen von berühmten Händel-Melodien und die fantastische Einspielung von 55 Scarlatti-Sonaten durch Lucas Debargue haben Bestseller-Potenzial.« Bei Deutsche Harmonia Mundi erscheine mit »Circle Songs« zudem der Nachfolger des Bestsellers »Timeless«, auf dem die Lauttencompagney »auf geniale Weise Minimal Music von Glass, Cage und anderen mit Renaissance-Musik verschmilzt.«

Auch für das Beethoven-Jahr habe man »eine Vielzahl herausragender und interessanter Veröffentlichungen«, verspricht Brüggemann: »Die Beethoven-Sonaten von Igor Levit sind sicherlich einer der Schwerpunkte über das gesamte Beethoven Jahr 2020, die gesamte Klassikwelt ist aber gespannt auf die Neueinspielung der berühmten Beethoven-Sinfonien 5 und 7 durch Teodor Currentzis und MusicAeterna.« Mit dem Rundfunkchor Berlin veröffentliche Sony zudem eine Neueinspielung von Beethovens »Missa Solemnis« und der »immer findige Dirigent Reinhard Goebel« beleuchte mit fünf Alben »Beethovens Welt« mit Werken von Beethoven und seiner interessantesten Zeitgenossen. »Alle Beethoven-Sinfonien wird es auch geben, in der Bearbeitung für Klavier, eingespielt von Hinrich Alpers im Beethovenhaus Bonn.«