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Mariss Jansons erhält Opus Klassik fürs Lebenswerk

Der Opus Klassik für das Lebenswerk geht 2019 an Mariss Jansons. Der unter anderem als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks aktive Künstler sei "seit Jahrzehnten ein Garant für unvergessliche Konzerterlebnisse", sagte Jurysprecherin Kerstin Schüssler-Bach.

01.10.2019 10:49 • von
Preisträger in der Kategorie Lebenswerk beim Opus Klassik 2019: Dirigent Mariss Jansons (Bild: Peter Meisel)

Der Opus Klassik für das Lebenswerk geht 2019 an den lettischen Dirigenten Mariss Jansons. Das gab der ausrichtende Verein zur Förderung der Klassischen Musik am 1. Oktober bekannt. Der Verein verleiht den Opus Klassik am 13. Oktober im Konzerthaus Berlin.

Der unter anderem seit 2003 in der Nachfolge von Lorin Maazel als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks aktive Künstler, der zudem Ehrenmitglied der Berliner und der Wiener Philharmoniker ist, sei "seit Jahrzehnten ein Garant für unvergessliche Konzerterlebnisse", sagte Jurysprecherin Kerstin Schüssler-Bach. "Interpretationen unter Mariss Jansons sind Sternstunden für das Publikum wie für seine Musikerinnen und Musiker gleichermaßen."

Mariss Jansons setzte sich in der Kategorie, für die 2019 erstmals vorab Nominees genannt wurden, gegen Künstler wie Mischa Maisky, John Eliot Gardiner, Martha Argerich, Krzysztof Penderecki, John Williams, Güher und Süher Pekinel sowie Roger Norrington durch.

"Die Auszeichnung ist eine große Ehre und Freude für mich und zeigt, dass Klassische Musik in unserer Gesellschaft sehr beliebt ist", sagt der 1943 in Riga als Sohn eines Dirigenten und einer Mezzosopranistin geborene Preisträger. Er bedankt sich bei der Jury, ganz besonders aber auch "beim BR-Klassik-Label für unsere sehr intensive, interessante und erfolgreiche Zusammenarbeit." Den Preis teile er gern "mit allen Solisten und Musikern der Orchester und Chöre, mit denen ich in meinem Leben zusammengearbeitet habe. Nur gemeinsam schaffen wir es, die wichtige Rolle der Klassischen Musik weltweit so weiterzutragen."

Beim 2009 gegründeten Label BR Klassik, das seine Produktionen über Naxos vertreibt, erschien zuletzt am 6. September eine neu aufgelegte Aufnahme von Mahlers Erster Symphonie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons aus dem Jahr 2007.

"Der Opus Klassik für das Lebenswerk steht im Zentrum unseres neu geschaffenen Musikpreises, da das Genre der Klassischen Musik sich schon immer durch besonders nachhaltiges künstlerisches Schaffen definiert hat", kommentiert Clemens Trautmann, der als Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik fungiert. "In diesem Sinne ist Mariss Jansons ein Preisträger, dem wir von ganzem Herzen zu dieser wohlverdienten Auszeichnung gratulieren. Besonders die intensive Arbeit mit 'seinen' Klangkörpern hat uns unvergessliche Musikerlebnisse geschenkt - auf Tonträger wie im Konzertsaal."

Unter den insgesamt 45 Preisträgern finden sich unter anderem Pianist Lang Lang, Mezzosopranistin Joyce DiDonato, Pianist Igor Levit und Tenor Jonas Kaufmann. Karten für die Preisverleihung samt anschließender Aftershow Party im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt sind noch online www.konzerthaus.de/opus2019 erhältlich. Das ZDF überträgt die Preisverleihung am 13. Oktober um 22:15 Uhr.

Bei der Premiere des Opus Klassik im Vorjahr ging der Preis fürs Lebenswerk an Christa Ludwig.