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Music Women Germany starteten auf der Reeperbahn

Beim "Katerfrühstück der Frauen" der GEMA, das im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals am 19. September stattfand, wurde das bundesweite Netzwerk Music Women Germany offiziell gegründet.

26.09.2019 15:13 • von Jonas Kiß
Wollen Frauen in der Musikwirtschaft vernetzen: die Gründerinnen von Music Women Germany (Bild: Sebastian Riepp)

Beim "Katerfrühstück der Frauen" der GEMA, das im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals am 19. September 2019 stattfand, wurde das bundesweite Netzwerk Music Women Germany offiziell gegründet. Das Netzwerk bildet die neue Dachorganisation von 16 regionalen Landesinitiativen, die sich teilweise noch in der Gründung befinden.

Mit dabei waren (von links): Alin Coen (Musikerin), Claudia Schwarz (MusicTech Germany), Mirca Lotz (musicBYwomen), Achan Malonda (Musikerin), Katja Lucker (Musicboard Berlin GmbH), Juno Rothaug (Music Women Germany), Jasmine Klewinghaus (Musikland Niedersachsen gGmbH), Andrea Rothaug (RockCity Hamburg e.V.), Jovanka von Wilsdorf (Songwriterin), Linn Meissner (Pop NRW) und Christin Wenke-Ahlendorf (GEMA).

Unter den 200 Anwesenden vor Ort versammelten sich außerdem Abgesandte der Ländernetzwerke und viele Unterstützer der Initiative. Bei der Gründung stellte Music Women Germany auch eine neue Datenbank vor. Sie soll künftig ganz konkret die Förderung, Vernetzung und Sichtbarmachung von Frauen in der Musikwirtschaft verbessern.

"Diese Initiative kann helfen, mehr über den weiblichen Anteil in der Musikwirtschaft zu erfahren und ihn gleichzeitig sichtbarer zu machen. Dabei müssen wir alle an einem Strang ziehen", sagt Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Trägerschaft für das Projekt Music Women Germany übernimmt zukünftig der Bundesverband Popularmusik (BV POP). Zusätzlich sollen das Board und mehr als 50 sogenannte Ambassadoras aus verschiedenen Bereichen der Musikwirtschaft die Music Women Germany repräsentieren. Für Konzept und Umsetzung des Projekts ist RockCity Hamburg mit dem neuen Team der Music Women Germany verantwortlich.

"Die Music Women Germany schaffen Vernetzung, Jobs, Qualifikation und valide Zahlen über alle Gewerke, Länder- und Genregrenzen hinaus", erklärt Andrea Rothaug, Geschäftsführerin RockCity Hamburg: "Endlich ziehen alle an einem Strang. Wir freuen uns auf frische Kooperationen und neue Wege zur Förderung aller Musikfrauen und ihrer Netzwerke in Deutschland."

Laut Olaf Kretschmar, Geschäftsführer Berlin Music Commission, sei es von ausschlaggebender Bedeutung, "dass sich die Musikfrauen jetzt zusammenschließen und laut in die Umgestaltung der Branche einmischen."