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Festivaldebüt von Come Together zum Beatles-Geburtstag

In Hamburg steigt vom 27. bis 29. März 2020 zum 60-jährigen Geburtstag der Beatles die Erstauflage des Festivals Come Together, das fortan als jährliches Event an die berühmte Band und ihre Anfangszeit in der Hansestadt erinnert. Uriz von Oertzen, Thomas Kolbatz und Stefanie Hempel gründeten dafür die Firma Come Together Experience.

25.09.2019 10:12 • von Frank Medwedeff
Präsentierten das Festval in der Bar des Pacific Hotels: Uriz von Oertzen und Stefanie Hempel (Bild: Come Together Experience)

In Hamburg steigt vom 27. bis 29. März 2020 zum 60-jährigen Geburtstag der Beatles die Erstauflage des Festivals Come Together, das fortan als jährliches Event an die Band und ihre Anfangszeit in der Hansestadt erinnert.

Anno 1960 erlebte Hamburg die Geburtsstunde der nur wenige Jahre später schon berühmtesten Band der Welt. Fünf junge Amateurmusiker aus Liverpool traten damals im Indra auf St. Pauli zum ersten Mal unter dem Namen The Beatles auf. "I grew up in Hamburg, not Liverpool", sagte John Lennon später, als er längst ein Weltstar war.

Trotz der speziellen Hamburger Rock'n'Roll-Historie und der Reeperbahn als Geburtsstätte der Beatles gibt es bis jetzt außer dem Beatles-Platz in der Hansestadt keine Initiative, die dieses Erbe lebendig halte. Das soll sich nun ändern mit der neu gegründeten Come Together Experience GmbH, die mit dem Festival eine Lücke bei den zahlreichen Beatles-Fans weltweit schließen und mit Leidenschaft demonstrieren will, dass "die Musik, der Spirit und die Botschaft der Beatles bis heute kraftvoll, zeitlos und lebendig sind". Das Festival kooperiert dafür mit der seit drei Jahrzehnten stattfindenden International Beatleweek in Liverpool. Die Achse Hamburg-Liverpool, "für jeden Beatles-Fan selbstverständlich", sei für Come Together "die Möglichkeit zum Austausch von Ideen, Musik und Inspiration".

Uriz von Oertzen, der Betreiber der Agentur Hi-Life, ist Geschäftsführer der Come Together Experience GmbH. von Oertzen engagierte sich für den 2008 eröffneten Beatles-Platz, der heute zu den meistfotografierten Motiven in Hamburg gehört. Er gründet das neue Festival zusammen mit dem Projektentwickler Thomas Kolbatz und der Musikerin und Beatles-Expertin Stefanie Hempel, die als musikalische Direktorin und Festival-Gastgeberin fungieren wird. Seit 15 Jahren führt Hempel Fans aus aller Welt auf ihrer musikalischen Beatles-Tour durch das alte Rotlichtviertel St. Pauli. Hempel präsentiert am 14. November in der Fabrik mit Band und vielen musikalischen Gästen das "50 Jahre Abbey Road"-Tribute-Konzert. Sie wird auch Host des Come-Together-Eröffnungskonzerts sein und mit ihrer Band selbst beim Festival auftreten.

Come Together startet das jährliche Event im Beatles-Jubliläumsjahr 2020 und plant dafür ein vielfältiges Festivalformat. Auf das Eröffnungskonzert in der Großen Freiheit 36 am 27. März folgen Freitag- und Samstagnacht Clubkonzerte im Indra, Kaiserkeller und Gruenspan.

Mit Indra und Kaiserkeller werden Original-Beatles-Schauplätze bespielt. Diese Locations sind zudem Teil eines "Theme Parks", zu dem auch die Star-Club-Etage des Hotels Pacific oder die einstige Wohnung der Beatles über dem ehemaligen Top Ten Club gehören. Diese historischen Orte wolle man für die Festivalbesucher laut von Oertzen begehbar und erlebbar machen und "analog inszenieren", indem man sie im Stil der damaligen Zeit möglichst originalgetreu herrichte und in Szene setze.

Eine interaktive Beatles-Tour und Erkundung des berühmten Rotlichtviertels St. Pauli ist in Zusammenarbeit mit Jens Bley, Mitbegründer des eCultureLab@HCU, in Planung. Neben Konzerten und dem Theme Park werde es außerdem Ausstellungen der wichtigen Hamburger Beatles-Fotografen sowie Talkrunden mit Zeitzeugen und Experten geben, darunter dem renommierten Beatles-Biographen Mark Lewisohn und Julia Sneeringer. Die amerikanische Historikerin recherchierte in der Hansestadt intensiv für ihr Buch "A Social History of Early Rock 'n' Roll in Hamburg - Hamburg from Burlesque to The Beatles 1956-69".

Come Together will einen starken Fokus auf musikalischen Nachwuchs richten. Es gibt eine Kooperation mit dem Popkurs an der Hamburger Musikhochschule, der Hamburg School of Music und Lukulule e.V.. Come Together will generations- und genreübergreifend arbeiten, nationale und internationale Künstler, Nachwuchs und Stars zusammenbringen. Das Festival soll "Hamburg und Hamburger Künstler mit der Geschichte der Beatles nachhaltig verbinden und von dieser Basis aus neue kreative Potenziale erschließen". Die Come Together Experience wird von der Stadt Hamburg und Hamburg Marketing unterstützt, der NDR ist Medienpartner. Zudem besteht eine Kooperation mit der Karsten Jahnke Konzertdirektion, die sich um das Ticketing und die örtliche Durchführung in den Spielstätten kümmern wird.

"Es wäre toll, wenn wir 20 bis 30 Bands präsentieren können", so Uriz von Oertzen, der die Besucherkapazität des Festivals zwischen 3500 und 4000 Leuten einordnet. "Sehr viel Zuspruch" gebe es bereits aus dem Ausland, nachdem das Come-Together-Team das Konzept jüngst bei der Beatleweek in Liverpool vorgestellt hatte. In Hamburg ging man am 19. September beim Reeperbahn Festival mit einem Pressegespräch im Hotel Pacific an die Öffentlichkeit, der letzten Unterkunft der Beatles während ihrer Zeit in St. Pauli.