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EVVC tagte in Mannheim

Unter dem Motto "Vertrauen schafft Möglichkeiten" hatte der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC ) gemeinsam mit dem m:con - mannheim:congress jüngst zur 20. EVVC Fachtagung ins Mannheimer Congress Center Rosengarten eingeladen.

24.09.2019 13:57 • von Dietmar Schwenger
Fand in Mannheim statt: die 20. Fachtagung des EVVC (Bild: EVVC)

Unter dem Motto "Vertrauen schafft Möglichkeiten" hatte der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC ) gemeinsam mit dem m:con - mannheim:congress zur 20. EVVC Fachtagung (MFT) vom 15. bis 17. September 2019 ins Mannheimer Congress Center Rosengarten eingeladen.

320 Teilnehmer aus dem Kreis der Mitglieder und Partner des EVVC folgten der Einladung. "Das ist das beste Besucherergebnis seit 2011 und zeigt, dass wir das Thema richtig gesetzt haben", freut sich EVVC Vizepräsident Jan Jansen, der gemeinsam mit der Geschäftsstelle und EVVC-Geschäftsführer Timo Feuerbach die Planung und Umsetzung verantwortete.

Einen Einstieg ins Motto "Vertrauen schafft Möglichkeiten" bekamen die Teilnehmer am Tagungs-Sonntagmittag mit Keynote Speaker Philip Keil. Der Pilot konnte 2009 in letzter Sekunde eine Katastrophe verhindern, nachdem ein Routineflug mit 190 Passagieren an Bord zum Notfall wurde. Keil machte deutlich, dass jeder erst durch gesundes Selbstvertrauen das Handwerkszeug bekommt, Entscheidungen zu treffen. "Fliegen lernt man erst durch Fliegen. Wir müssen den Mut haben, uns neuen Situationen zu stellen", so Keil. Eine gute Führungskraft schaffe es, dass die Mitarbeiter sich selbst vertrauen und Verantwortung übernehmen.

Die Fragestellung "Was erwarten unsere Kunden von Veranstaltungsstätten?" stand im Mittelpunkt einer Runde von m:con-Geschäftsführer Bastian Fiedler mit Laura Brager (Roche International), Robert Sarga (BASF), Lars Sommer (redblue) und Gerhard Stübe (Geschäftsführer Festspielhaus Bregenz). Deutlich wurde hier, dass aktuelle Themen wie Compliance und Budgetkürzungen dazu führen, dass mehr Veranstaltungen intern in konzerneigenen Räumen abgehalten werden.

In einem waren sich alle Teilnehmer der Talkrunde einig: Der entscheidende Punkt bei der Wahl einer Veranstaltungsstätte sei der vertrauensvolle und kompetente Ansprechpartner, der einen professionellen Full Service vor Ort bieten könne. "Der persönliche Kontakt und auch die Sympathie zum Ansprechpartner vor Ort sind für mich entscheidend bei der Auswahl", stellte Brager fest. Trotz oder vielleicht gerade durch die sich immer weiter entwickelnden technischen Möglichkeiten stehe bei jeder Veranstaltung nach wie vor der Mensch im Vordergrund. "Die persönliche Interaktion und die Kommunikation sind der Kern unserer Branche", sagte Fiedler.

Bei den Themensträngen "Recht", "Führung", "Technologie & Digitalisierung" und "Marketing & Kommunikation" hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich zu aktuellen Themen zu informieren und auszutauschen.So wurden neben den klassischen Rechtsthemen der Veranstaltungsbranche wie Versammlungsstättenrecht und GEMA auch übergeordnete Themen wie Scheinselbständigkeit und Aspekte des Arbeitsrechts beleuchtet.

"Changemanagement für Führungskräfte" war das Thema des Vortrags des Vertriebsexperten Markus Milz. "Jeden zweiten Beruf wird es in 20 Jahren nicht mehr geben", so Milz. So sei es unabdinglich, Ziele und Strategien zu entwickeln, um das Unternehmen der sich wandelnden Zeit anzupassen: "Kultur und Spielregeln kann man nicht verordnen, sie müssen vorgelebt werden."

Wie dies in der Praxis aussehen kann, wurde in der von Moderatorin Tina Gadow geleiteten Talkrunde deutlich: Kristina Wulf (Eurogress Aachen), Petra Roser (Stadthalle Reutlingen) und Jacqueline Stranzky (Stadthalle Bremerhaven) berichteten von Veränderungsprozessen in ihren Häusern und deren Umsetzung. Weitere Themen der Vorträge waren Augmented Reality, Nutzung Künstlicher Intelligenz bei Teilnehmerdaten und Eventpsychologie.

In insgesamt zwölf Kurz-Seminaren und Workshops hatten die Partnerbetriebe des EVVC die Möglichkeit, ihr fachliches Know-how zu einem bestimmten Fachthema vorzustellen. Die thematische Bandbreite reichte dabei von "Barrierefreiheit jenseits von Rampen - Sprache verständlich machen" und "Human Resources" bis hin zu "Plattformökonomie" und "Safety First!".

Erstmals band der EVVC die sogenannten Site Inspections in das Tagesprogramm ein. Die Touren führten in diesem Jahr durch das Congress Center Mannheim, zur Firma BASF, wo das Responsible Care Managementsystem zur Arbeitssicherheit vorgestellt wurde, sowie in die SAP Arena, bei der das Thema Sicherheitskonzept im Vordergrund stand.

Die beiden Abendveranstaltungen der EVVC Fachtagung boten zudem Gelegenheit zum Netzwerken. Während am ersten Abend die neue Kunsthalle Mannheim Schauplatz des Geschehens war, luden EVVC und m:con am Montagabend in den Rosengarten zur 20er/ 30er Jahre Party mit entsprechendem Dresscode. Cocktailkleider und Federn, Hosenträger und Schiebermützen bestimmten das Bild eines Abends, der auch Anlass für den EVVC war, m:con-Geschäftsführer Johann W. Wagner mit einer Laudatio von EVVC-Ehrenpräsident und Wegbegleiter Joachim König in den Ruhestand zu verabschieden.

"Die MFT 2019 war unter der Federführung von Jan Jansen, der Geschäftsstelle, den Gastgebern und letztlich allen Teilnehmenden eine tolle Teamarbeit", resümiert EVVC-Präsidentin Ilona Jarabek. "Mit gelebter Wertschätzung und Interaktion werden im EVVC frische Wege gegangen,"

Den symbolischen Staffelstab für die nächste EVVC Fachtagung nahm Jochen Meschke, Geschäftsführer der Dortmunder Westfalenhallen GmbH, entgegen. Er und sein Team werden Gastgeber der EVVC Fachtagung vom 20. bis 22. September 2020 in der Westfalenhalle Dortmund sein.