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Fazit der Warner Music Night nach Headliner-Wechsel

Am 20. September ging auf dem Reeperbahn Festival die 14. Ausgabe der Warner Music Night über die Bühne. Headliner war der kurzfristig eingesprungene Bausa, dessen Auftritt im Vorfeld Kritik hervorrief. Unternehmenssprecherin Lena Wulfmeyer nimmt den Rapper in Schutz.

23.09.2019 17:13 • von Jonas Kiß
Sein Auftritt war nicht unumstritten: Bausa (Mitte) bei der Warner Music Night (Bild: Katja Ruge )

Am 20. September 2019 ging auf dem Reeperbahn Festival bereits die 14. Ausgabe der Warner Music Night über die Bühne. Künstler, Partner und Freunde des Hamburger Majors feierten im Docks mit der Newcomerin Charlotte Lawrence aus Los Angeles, der Ravensburger Band Provinz und mit Rapper Bausa, dessen Auftritt im Vorfeld nicht unumstritten war.

"Wir bedauern, wenn sich Menschen durch einzelne Zeilen eines Songs unseres Künstlers diskriminiert fühlen, und stellen unmissverständlich klar, dass bei Warner Music jegliche Form der Diskriminierung keine Chance hat", erklärt Lena Wulfmeyer, Unternehmenssprecherin Warner Music Central Europe: "Bei uns gibt es keinen Platz für extremes Gedankengut, sehr wohl aber für die künstlerische Freiheit, solange sie sich innerhalb juristisch legaler Grenzen bewegt und nicht als Hassrede zu bewerten ist. Unsere Künstler müssen sich für ihre Werke der öffentlichen Kritik stellen - keine Frage. Dass aber das gesamte Schaffen eines unserer Künstler aufgrund einer einzelnen, ironisch überspitzten Battle-Rap-Feature-Zeile derartig in Verruf gebracht wird, akzeptieren wir nicht."

Warner Music stehe für Weltoffenheit, Vielfalt und vor allem Toleranz. Und wenn einzelne Interessengruppen für sich beanspruchten, entscheiden zu dürfen, welche Musik gespielt werden darf und welche nicht, dann sei das laut Wulfmeyer "das Gegenteil der Weltoffenheit und Freiheit, für die wir eintreten".

Wer Auftritte und dadurch Kunst verhindern möchte, der schütze nicht diskriminierte gesellschaftliche Gruppen, sondern sich selbst, indem er öffentliche Kritik unterbinde, so Wulfmeyer weiter.

Bausa wurde nach dem Ausfall der britischen Band Foals kurzfristig als Headliner für die Warner Music Night gebucht. Grund des Aufregers waren Bausas Zeilen "Ich lass keine Hurentochter ungefickt, alle wollen meinen Dick, sogar Lesben werden umgedreht" in der Remix-Version von Stormzys "Vossi Bop".