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Alyona Alyona gewinnt Anchor Award

Die Jury mit Tony Visconti, Bob Rock, Peaches, Kate Nash, Arnim Teutoburg-Weiß und Zan Rowe hat am 21. September im St. Pauli Theater bei der vierten Verleihung des Anchor Awards die ukrainische Rapperin Alyona Alyona zur Siegerin gekürt.

23.09.2019 15:52 • von Dietmar Schwenger
Die Juroren mit der Preisträgerin (von links): Armin Teutoburg-Weiß, Peaches, Zan Rowe, Alyona Alyona, Kate Nash, Bob Rock und Tony Visconti (Bild: Reeperbahn Festival)

Die Jury mit Tony Visconti, Bob Rock, Peaches, Kate Nash, Arnim Teutoburg-Weiß und Zan Rowe hat am 21. September 2019 im St. Pauli Theater in Hamburg bei der vierten Verleihung des Anchor Awards im Rahmen des Reeperbahn Festivals die ukrainische Rapperin Alyona Alyona zur Siegerin gekürt. Die Künstlerin setzte sich gegen die Soul-Sängerin Celeste, die chinesische Punk-Pop-Frauenband The Hormones, das Post-Punk-Trio Drahla, Songwriterin Moyka und das Dream-Pop-Duo Feng Suave durch.

Der Produzent Bob Rock (Metallica) begründete die Entscheidung damit, dass er beim Konzert von Alyona Alyona, die wie alle Nominierten beim Reeperbahn Festival ein Konzert spielte, aufgestanden sei, beinahe getanzt und sogar Videos gedreht habe, was er zuvor noch nie getan habe. "Ich habe kein Wort verstanden, aber das, was sie gesungen hat, kam so kraftvoll rüber, dass es mich umgehauten hat. Und am wichtigsten: Ich würde ihre Platte sofort kaufen."

Die australische Moderatorin Zan Rowe lobte, dass sich jenseits der Sprachbarriere die Songs von Alyona Alyona noch lange nach der Show in ihrem Kopf festgesetzt hätten: "Unglaubliche Rhythmen und Hooks und eine überwältigende Präsenz." Auch die Reeperbahn-Veranstalter würdigen die HipHop-Künstlerin als "absolute Naturgewalt auf der Bühne: Mit irrem Flow und Groove liefert sie Raps ohne jeden Bling und Pomp und schildert in ihren Songs die ungeschönte Situation der jungen Generation ihrer Heimat."

Erstmals spielten bei einer Anchor-Gala alle sechs nominierten Acts einen Song live bei der Anchor-Gala. Höhepunkt der pannenlos inszenierten Show war der spektakuläre Auftritt von Jury Duty, der eigens für die Gelegenheit zusammengestellten Jurorenband mit Tony Visconti am Bass, Bob Rock an der Gitarre und den Sängerinnen Peaches und Kate Nash. Gemeinsam mit dem Kaiser Quartett spielte die Formation den Song "Moonage Daydream" von David Bowie.